Am Tag danach trafen sich Alex, Lotty und Andy um auf den letzten Drücker die ganzen Sachen für die Party zu besorgen. Alex war für den Fisch zuständig, denn hier kannte er sich aus. Vollbepackt waren sie, als sie am Mittag zurückkamen. Andy hat Lebensmittel und Deko im Wert von knapp 400 EUR eingekauft. Er war inzwischen im totalen Stress, den er sich aber auch selber machte. Es sollte alles absolut perfekt sein. Und wenn man damit nun mal 1 Tag vorher anfängt, hat man zwangsläufig Zeitdruck. Am Nachmittag kam Andrew mit einem Firmenfahrzeug von Tommos Pie’s, das auch gut gefüllt war. Er hatte haufenweise PET-Dosen RedBull, Cola, Alkohol etc. dabei – richtig cool. Ich hatte meine Reisetasche soweit fertig gepackt, denn meine Abreise nach Sydney stand ja für morgen früh auf dem Plan.

Mein Zimmer hatte ich geräumt, Andy wollte sein Zimmer die Nacht über Andrew und Lotty zur Verfügung stellen, sodass er in der kommenden Nacht bei mir im Bett schlafen wird. Am frühen Abend kamen aber erst einmal die Gäste. In Australien macht man am Weihnachtsabend des 25.12. eine Barby-Party, also ein BBQ-Party. Am 26.12 ist dann “boxing day”, den man eher im Familienkreis feiert und an dem es dann auch Geschenke gibt.
Es war keine riesige Runde, einfach Andy’s engster Bekanntenkreis: Andrew, Lotty, Alex, Steve, Azé, noch ein etwas älterer Herr und eine rothaarige junge Lady, die aber nicht allzu lang blieb, da sie noch auf einer weiteren Feier eingeladen war. Kurzzeitig schaute auch Moana nochmals rein. Wir saßen bei tropischer Hitze im Garten, wedelten uns gegenseitig mit Palmenblättern Luft zu und genossen Alkohol und gutes Essen in einer netten Runde. Je später der Abend, desto mehr Alkohol Andyss irgendwie. Alex konnte natürlich nie genug kriegen und mixte auch mir dann irgendwelche abstrusen Cocktails zusammen. Mir war schon ziemlich übel. […]

Es war dunkel geworden und begann fürchterlich zu regnen. Der ältere Herr, der inzwischen auch gut betrunken war, hatte eine tolle Idee: Zeigen wir dem Deutschen doch mal was ein Aussie in einer solchen Situation macht. Genau, nackt durch den Regen rennen und dicke Frösche suchen, die sich erst bei feuchtem Regenwetter zeigen. Ich dachte, er spinnt. Er wollte ernsthaft mit mir nackt durch den Garten rennen. Andre und Lotty meinten, er habe Recht und das müsse man machen. Aber ich scheute, lief dann aber ihm zu Liebe zumindest mit nacktem Oberkörper ums Haus. Er hatte eine Taschenlampe in der Hand und meinte, mir unbedingt die dicksten Frösche finden und zeigen zu müssen. Nach ein paar Minuten frischem Regenschauer hatten wir glaube ich vielleicht einen Frosch gefunden, aber naja, er hatte seinen Spaß. […] Danach rief ich die Taxizentrale an und bestellte mir ein Taxi für 5 Uhr vor. er hatte seinen Spaß. […] Danach rief ich die Taxizentrale an und bestellte mir ein Taxi für 5 Uhr vor.

Es war inzwischen sehr spät, sicher 1 Uhr nachts oder so. Wir saßen mit Andrew, Lotty und Andy noch in gemütlicher Runde auf der Terrasse. Die Musik war inzwischen aus und alles war insgesamt ruhiger geworden. Ich liebte es, wie man nachts die Frösche quaken hörte. Alex lag auf Grund seines hohen Alkoholpegels schlafend auf der Couch, Steve war auch auch irgendwo eingepennt. Auch ich verabschiedete mich dann so gegen 2 Uhr schon mal bei Andrew und Lotty, dankte Ihnen für alles und wünschte Ihnen alles Gute. Danach ging ich mich hinlegen, doch vergebens. Ich spürte das verdammt viele Red Bull, das ich zu mir genommen hatte, in mir wirken. Ich hatte zwar viel Alkohol getrunken und müsste daher eigentlich müde sein bzw. ich war es sogar, aber noch mehr hatte ich Red Bull und Co. getrunken, sodass dieses Zeug dem Alkohol entgegenwirkte. Ich war müde, lag aber trotzdem einfach nur wach, bis etwa 4 Uhr morgens. Ein komisches Gefühl.

So bin ich dann am frühen Morgen also aufgestanden, um meine letzten Kleinigkeiten noch zusammen zu packen. Mit Andy hatte ich vereinbart, ihn kurz zu wecken, wenn es losgeht. Er regte sich erst mal nicht. Als ich kurz in der Küche einige Sachen richtete, wurde Alex kurz wach und faselte im Halbschlaf irgendwas in seinen Bart. Keine Ahnung…aber ich musste schmunzeln. Er war einfach zu lustig, weil er immer total besoffen quer irgendwo hinfiel und einpennte. Ich war also alleine wach, alle anderen lagen irgendwo schlafend im Appartement rum. Gegen 4.45 Uhr kam Andy dann doch noch raus. Er war ziemlich in sich gekehrt, redete kaum. Aber klar, er kam gerade wahrscheinlich aus dem Tiefschlaf. Die Natur beobachtend und halb schlafend saß er auf der Veranda, während ich noch alles meine allerletzten Sachen erledigte.

Gegen 5 Uhr kam dann tatsächlich pünktlich das Taxi und ich nahm Abschied von Andy. Er war recht traurig über meine Abreise, drückte mich, wünschte mir viel Spaß und alles Gute für meine weitere Reise und lies Katy über mich grüßen. Außerdem bezahlte er den Taxifahrer schon im Voraus für mich. Ich hätte gedacht, der Abschied wäre seinerseits dramatischer, aber er war wirklich total übermüdet und nur mit halbem Bewusstsein anwesend glaube ich. Er war ja erst gegen 3 Uhr ins Bett gegangen.

zum Anfang von 53093 Kilometer und zurück! – Ein Work & Travel Abenteuer in Australien, Indonesien, Südkorea & auf Fiji >

 

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar