Der Work and Travel Flug ist gebucht – doch was darf an GepĂ€ck nun wirklich mit in den Flieger? Diese Frage ist nicht nur beim Kofferkauf wichtig, sondern auch beim Packen. Welche KoffergrĂ¶ĂŸe ist die richtige? Wir helfen bei der KlĂ€rung und erlĂ€utern, wie hoch das FreigepĂ€ck der Fluggesellschaften ist und welche KoffergrĂ¶ĂŸe erlaubt ist.

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Wanderrucksack

FĂŒr einen Work-and-Travel-Aufenthalt in einem fremden Land, aber auch fĂŒr Urlaube, in denen du die Landschaft erkunden möchtest, ist ein Wanderrucksack das perfekte GepĂ€ckstĂŒck. Es gibt sie von unzĂ€hligen Anbietern und in vielen verschiedenen GrĂ¶ĂŸen und Farben. Hier findest du einige Tipps, was du beim Kauf beachten solltest.

Wohin geht die Reise?

Wirst du lange unterwegs sein oder bist du nach drei Wochen wieder daheim? Verbringst du deine Zeit in warmen Gefilden oder im hohen Norden? Wirst du von einem festen Standort aus Tagestouren unternehmen oder die ganze Zeit auf Tour sein? Von diesen Dingen hĂ€ngt grundsĂ€tzlich schon einmal die Entscheidung fĂŒr die richtige GrĂ¶ĂŸe ab. Shorts und Shorts nehmen weniger Platz weg als Winterpullis und dicke Stiefel zum Wechseln. Und wenn du nur TageausflĂŒge machen möchtest, musst du nicht immer all dein Hab und Gut mit dir herumtragen, das behindert dich nur.

Es gibt WanderrucksĂ€cke in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen

Kleine RucksĂ€cke, die 25 bis 30 Liter fassen, kannst du gut auf Tagestouren mitnehmen. So hast du dabei, was immer du zwischendurch brauchen kannst. RucksĂ€cke zwischen 30 und 50 Liter werden fĂŒr Backpacker interessant, die lĂ€nger unterwegs sein möchten. Um hier deine ganze Habe unterzubringen, musst du aber mit einigermaßen leichtem GepĂ€ck reisen. Vor allem erfahrene Backpacker steigen gern von grĂ¶ĂŸeren Modellen auf dieses Volumen um: Sie wissen, was letzten Endes doch nicht notwendig ist, und schĂ€tzen es, so wenig wie möglich durch den schweren Rucksack behindert zu sein.

Viele Backpacker kaufen zunÀchst RucksÀcke, die 60 bis 75 Liter fassen. Darin kannst du eine Menge verstauen, aber achte darauf, dass du das Gewicht noch gut tragen kannst! Von RucksÀcken mit 90 Litern Fassungsvermögen solltest du absehen, die sind vollgepackt deutlich zu schwer, um sie bequem tragen zu können.

Was heißt +10?

Oft findest du die Angabe, dass der Rucksack etwa „50l +10l“ fasst. Die zehn Liter sind das, was zusĂ€tzlich noch in die Seitentaschen passt, wenn du das Hauptfach des Rucksacks schon befĂŒllt hast.

Wann ist der Rucksack zu schwer?

GrundsĂ€tzlich gilt fĂŒr Backpacker: Je leichter, desto besser. Du wirst schließlich sehr viel Zeit mit diesem Rucksack auf deinem RĂŒcken verbringen mĂŒssen. Es gibt aber einige Faustregeln, an denen du dich orientieren kannst: Als normaler, nicht außergewöhnlich trainierter, gesunder Mensch solltest du nicht mehr als ein Viertel deines Körpergewichts tragen. Andere Regeln nennen genauere Gewichte: FĂŒr MĂ€nner reichen 16 Kilogramm locker aus, fĂŒr Frauen zwölf. NatĂŒrlich kannst du auch 20 Kilogramm einpacken, aber bedenke, dass du den Rucksack fĂŒr lange Zeit tragen wirst. Auf die Dauer wird so viel Gewicht unbequem.

Darum nie allein online kaufen

Ob ein Rucksack zu dir passt und bequem sitzt, kannst du online unmöglich feststellen. DafĂŒr solltest du in einen Outdoor-Laden gehen und verschiedene RucksĂ€cke aufprobieren. Du kannst dich hier auch unverbindlich beraten lassen. HĂ€ufig ist es möglich, den Rucksack mit etwas Gewicht zu beladen. So kannst du spĂŒren, wie es sich verteilen wird.

Ein guter Trekkingrucksack verlagert das Gewicht ĂŒberwiegend auf die HĂŒfte. Nur etwa ein Viertel bis ein Drittel des Gewichts sollte auf deinen Schultern ruhen. Damit das tatsĂ€chlich so funktioniert, musst du die richtigen Einstellungen vornehmen. Das lĂ€sst du dir am besten auch im GeschĂ€ft zeigen. Du kannst bei vielen Modellen die LĂ€nge des gepolsterten RĂŒckenteils an die LĂ€nge deines Oberkörpers anpassen. Die TrĂ€ger sollten so breit sein, dass sie das Gewicht angenehm auf deinen Schultern verteilen, ohne einzuschneiden, und doch so schmal, dass sie dich beim Bewegen nicht stören.

Der HĂŒftgurt sollte ebenfalls gut gepolstert sein und sich an deine Körperform anpassen lassen. Schließe auch den Gurt ĂŒber der Brust und probiere aus, wie er sich auf die Balance des Gewichts auswirkt. All diese Dinge kannst du nicht ausprobieren, wenn du nur online suchst. Das heißt aber nicht, dass du dich nicht im Vorfeld informieren solltest: Gehst du ganz ahnungslos ins GeschĂ€ft, kann dir ein tĂŒchtiger VerkĂ€ufer Modelle aufschwatzen, die du gar nicht brauchst.

FĂŒr MĂ€nner oder Frauen?

Viele TrekkingrucksĂ€cke sind nicht extra fĂŒr MĂ€nner oder Frauen konzipiert. Manche Hersteller allerdings bieten inzwischen auch extra RucksĂ€cke fĂŒr Frauen an. Sie sind etwas schmaler geschnitten als die anderen Modelle und eignen sich fĂŒr kĂŒrzere Oberkörper. TatsĂ€chlich freuen sich auch manche MĂ€nner ĂŒber diese Sondermodelle: Haben sie schmale Schultern, passen diese „FrauenrucksĂ€cke“ oft deutlich besser als die genderneutralen Modelle.

Der Aufbau des Wanderrucksacks

Die meisten TrekkingrucksĂ€cke verfĂŒgen unten ĂŒber ein Fach fĂŒr den Schlafsack, dann ĂŒber ein großes Fach, das sich ĂŒber die LĂ€nge des RĂŒckens erstreckt, und noch einmal ĂŒber ein kleines darĂŒber. Ob du weitere FĂ€cher an den Seiten haben möchtest, ist Geschmackssache: Je mehr du außen an deinem Rucksack anbringen möchtest, desto leichter bleibst du irgendwo hĂ€ngen. Andererseits ist es schön, beispielsweise eine Wasserflasche griffbereit zu haben.
Viele WanderrucksĂ€cke werden aus einem Gemisch aus Polyamid und Polyester hergestellt. Achte darauf, dass die einzelnen Teile gut vernĂ€ht sind und dass das Material Wasser abweisend ist. Du solltest zwar zusĂ€tzlich noch einen Regenschutz kaufen, den du darĂŒber ziehen kannst, aber Wasser abweisendes Material sorgt dafĂŒr, dass du zum Beispiel auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, bei Nieselwetter oder in starkem Nebel angenehm trockene Kleidung auspackst.

Mehrere Zugriffsmöglichkeiten

Schlichte RucksĂ€cke befĂŒllt du von oben, und auch nur von oben kommst du an all deine Sachen. Viele neuere Modelle bieten dir aber auch die Möglichkeit, den Rucksack auf den RĂŒcken zu legen und wie einen Koffer zu öffnen, oder du hast einen weiteren seitlichen Reißverschluss. Sehr praktisch – so musst du nicht immer alles auspacken.

Marken und Preise

Es gibt inzwischen sehr viele namhafte Anbieter hochwertiger WanderrucksĂ€cke. Allerdings gibt es auch gute RucksĂ€cke von weniger bekannten Herstellern, oder die teuren Modelle der bekannten Marken bleiben hinter den Erwartungen zurĂŒck. Lies dir also am besten online einige Bewertungen und Erfahrungen von Backpackern durch. So weißt du schon in etwa, wonach du suchen musst, wenn du das Outdoor-GeschĂ€ft besuchst. HĂ€ufig liest du den Ratschlag, dass Modelle zwischen 100 und 200 Euro gute Dienste leisten. Lass dir Zeit bei der Auswahl, denn ein guter Wanderrucksack kann dich ĂŒber viele Jahre hinweg begleiten! Einen Einstieg bietet z.B. der der Vergleich von TreckingrucksĂ€cken von Ousuca.

Du spielst mit dem Gedanken, deinen Rucksack zu packen und aufzubrechen? Ob es eine Weltreise werden soll oder eine Work-and-Travel-Erfahrung in einem oder zwei LĂ€ndern – es gibt bestimmte Dinge, die du auf jeden Fall beachten solltest. Wir haben fĂŒr dich ein paar tolle LektĂŒretipps zusammengestellt: Hier kannst du dir Anregungen, praktische Tipps und Insiderhinweise holen, damit dein Trip auf jeden Fall unvergesslich gut wird!

 

1. Wo die Kartoffeln auf BĂ€umen wachsen: 113 Tage als Matrose in der Karibik

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Nils Straatmann verlĂ€sst den Hörsaal, um auf der „Stahlratte“ anzuheuern: Das Schiff, dessen Geschichte die Berliner Hausbesetzer und Greenpeace in sich vereint, steuert in die Karibik. Nils lernt vom Deckschrubben ĂŒber das Segelsetzen bis zum Maschinenölen alles, was er als ungelernte Hilfe können muss. Die Belohnung ist fantastisch: Er trotzt Wind und Wetter, taucht mit Haien und trifft gĂ€nzlich fremdartige Völker. Und so wird die Seefahrt fĂŒr den jungen Mann auch eine Reise zu sich selbst.
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2. No Worries: Backpacking fĂŒr Einsteiger

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Der leidenschaftliche Reisende und Blogger Patrick Hundt hat gut ĂŒbersichtlich einige der wichtigsten Tipps fĂŒr angehende Backpacker zusammengestellt: Neben einer Packliste bekommst du VorschlĂ€ge fĂŒr die LĂ€nder, die du bereisen könntest. Du erfĂ€hrst, was du vor der Abfahrt erledigen musst, wie du gĂŒnstige FlĂŒge findest und wie du unterwegs andere Reisende kennenlernst. Wie findest du UnterkĂŒnfte, wie teuer wird die Reise wohl, und wie kommst du sicher und wohlbehalten wieder nach Hause?

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3. Smart Backpacking: Deine erste Work and Travel Reise als Backpacker perfekt organisiert

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Ronald Richter wurde vom Fernweh ĂŒberwĂ€ltigt und lebt nach drei Jahren Reisen durch viele LĂ€nder nun in SĂŒdostasien. Er gibt hilfreiche, praktische Tipps dazu, wie du deine Reise vorbereitest, wie du an das richtige Visum kommst und wie du sie vor Ort finanzieren kannst. Es gibt hilfreiche Hinweise zu gut bezahlten Jobs, zu passenden UnterkĂŒnften zum KnĂŒpfen hilfreicher Kontakte. All diese praktischen Hinweise werden unterfĂŒttert mit Geschichten aus Ronalds Reiseleben, bunt, spannend und vielfĂ€ltig. Da kommt Reisefieber auf!
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4. Fahrten-Ferne-Abenteuer: Das Survival- und Fahrtenhandbuch fĂŒr alle Pfadfinder, 3WaldlĂ€ufer, Wildnisfahrer, Backpacker, Outdoorer und Globetrotter

 

Umfangreich und pragmatisch erklĂ€rt Autor Hans von Gottberg, wie du die verschiedensten Situationen in deinem Urlaub meisterst. Du hast kein Hostel oder keinen Campingplatz gefunden? Das Buch hat die passenden Tipps und Tricks, wie du auch in der Wildnis ĂŒberlebst. Wie kommst du ohne Wege von A nach B, woran orientierst du dich? Was ist essbar, wie machst du Feuer ohne Streichhölzer? Wie errichtest du einen Unterschlupf, der dich auch bei niedrigen Temperaturen schĂŒtzt? Die Informationen sind grundlegend und richten sich an alle, deren Fahrten sie von der Zivilisation wegfĂŒhren sollen. Hier findest du nĂ€here Infos.
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5. Survive – das Backpacker-Kochbuch: Leckere kulinarische Einfachheiten fĂŒr Rucksackreisende und Koch-Legastheniker

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Das mit dem Packen traust du dir zu, Organisieren ist dir auch immer leichtgefallen, aber du hast eine Heidenangst davor, dich auf der Fahrt selbst versorgen zu mĂŒssen? Dann wird dir dieses Buch die Angst nehmen können. Autor Moritz Bojahr ist selbst in Neuseeland unterwegs gewesen. Im Laufe der Reise, die ihn mit den ausgefallensten HostelkĂŒchennischen konfrontiert hatte, hat er besonders kreativ zu kochen gelernt, mit anderen Reisenden Rezepte ausgetauscht und immer wieder fĂŒr wenig Geld improvisiert. Dabei hat er festgestellt, dass Nahrung verbindet und man die besten Freunde beim gemeinsamen Kochen und Essen findet. Ein Kochbuch der anderen Art!
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6. Backpacking weltweit: Rucksackreisen und Work & Travel – Aber richtig!

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FĂŒr mehr als 30 LĂ€nder, fĂŒr Backpacking und fĂŒr Work-and-Travel ist dieser Guide optimal. Was fĂŒr Dokumente werden benötigt, welche Impfungen brauchst du, und gibt es Versicherungen, die du auf jeden Fall abschließen solltest? Du erfĂ€hrst, wie du dir zwischendurch die Reisekasse aufbessern kannst. Die Berichte vieler Backpacker ĂŒber ihre Erfahrungen geben dir Anregungen fĂŒr deine nĂ€chsten Ziele. Ein guter Überblick fĂŒr das Reisen mit Rucksack allgemein!
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7. Work & Travel in Neuseeland: Richtig vorbereiten, reisen und jobben

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Neuseeland ist fĂŒr viele Menschen ein Traumreiseziel. Inzwischen ist fĂŒr junge Menschen, die eine Work-and-Travel-Reise planen, dieser Traum sogar in relativ greifbare NĂ€he gerĂŒckt. Dieser Ratgeber erklĂ€rt dir, welche Dokumente und Unterlagen brauchst, wo du wann welches Visum beantragst und wie du dich nach geeigneten ArbeitsplĂ€tzen umschaust. Du bekommst außerdem Einblicke in das Alltagsleben im Land – ein hilfreiches Buch fĂŒr deine Vorbereitung.
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8. Work & Travel in Australien: Richtig vorbereiten, reisen und jobben

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Wie kommst du nach Australien? Die ganze Vorbereitung von AntrĂ€gen und Dokumenten ĂŒber Impfungen, Reiseorganisation und Jobsuche bis hin zum Abflug wird hier genau erklĂ€rt. Du erfĂ€hrst, in welchen Gegenden du Arbeit findest und wo du in deiner Freizeit Spaß haben kannst. FĂŒr einen Work-and-Travel-Aufenthalt bekommst du hier die passenden Tipps und Tricks!
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9. Backpacker unterwegs: Mein Jahr Neuseeland

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Autorin Carolin Werner war ein Jahr lang in Neuseeland und hat auf beiden Inseln spannende Erfahrungen gesammelt. Sie berichtet von ihren Jobs und skurrilen Begebenheiten, von einem verheerenden Erdbeben und natĂŒrlich von den unausweichlichen Herr-der-Ringe-Touren. Vor allem aber gibt sie jedem, der eine solche Reise plant, Tipps mit Verlinkungen. Die kannst du im E-Book direkt anklicken, sodass deine Planung immer auf dem neusten Stand ist. Ein praktisches Buch, wenn du deine Reise nach Neuseeland planen möchtest!
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10. Tourist: Wie ich mit Buddhas Mutter zu Abend aß, in Mosambik Frösche fing und Radarfallen im Busch entkam

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Autor Julien Blanc-Gras wollte schon als Kind reisen, und zwar in alle LÀnder der Welt. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das der junge Mann aber konsequent umsetzt. Er berichtet von Affenattacken von Bollywoodcastings, von SchlammbÀdern im Vulkan und von Karaokewettbewerben. Er zeigt auch, dass nicht immer alles schön ist, begegnet schwierigen Situation mit schwarzem Humor und verweigert sich, wenn nötig, der politischen Korrektheit. Er ist weder Abenteurer noch Weltverbesserer, doch seine Höflichkeit und Aufgeschlossenheit bringen ihn buchstÀblich durch die ganze Welt.
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11. Uebel unterwegs: Skurriles und Bemerkenswertes vom Landweg Hamburg–Shanghai

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Die Autorin und Journalistin Tina Uebel soll in Shanghai einen Stipendiumspreis entgegennehmen. Fliegen wĂ€re einfach – und langweilig, findet Tina. Sie verzichtet auch auf die Transsibirische Eisenbahn und entschiedet sich stattdessen dazu, ausschließlich Nahverkehrsmittel zu benutzen. Sie hat sieben Wochen, um von Deutschland ĂŒber Serbien, Bulgarien, die TĂŒrkei, den Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan nach China zu gelangen. Die Reise bringt natĂŒrlich viele spannende Erfahrungen mit sich und konfrontiert die Autorin mit kulturellen Besonderheiten – eine spannende Anregung fĂŒr kommende Trips!
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12. Boarderlines

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Andreas Brendt war BWL-Student, als plötzlich etwas in seinem Kopf „klick“ machte und er sich mit all seinen Ersparnissen nach Asien aufmachte. Hier verlor er unwiederbringlich sein Herz ans Surfen. Die RĂŒckkehr in den Hörsaal ist erst einmal keine Option. Die nĂ€chsten zehn Jahre lang geht Andreas der Frage nach, was er eigentlich möchte – und erlebt dabei spannende Abenteuer mit allen Arten von Menschen, stets auf der Suche nach der perfekten Welle und dem persönlichen GlĂŒck. Ein Wow-Buch, das zum Aufbruch drĂ€ngt.
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13. Wicked Oz: Ein Backpacker-Reisetagebuch aus Australien und Neuseeland

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Lange genug hatte Armin Hagemann den Traum gehegt, schließlich hat er ihn umgesetzt: Er kĂŒndigte seinen Job, besorgte sich Work-and-Travel-Visa fĂŒr Australien und Neuseeland und verabschiedete sich von seinem Alltag. Auf Bergen und in RegenwĂ€ldern, im Great Barrier Reef und auf den Wellen spĂŒrt er dem Leben nach. Er arbeitet in vielen verschiedenen Jobs, trifft Menschen aus aller Welt in den StĂ€dten und am Strand, feiert und verliebt sich. Vor allem aber verschafft die Freiheit der Reise ihm die Möglichkeit, den Sinn einer strengen Lebensplanung zu hinterfragen und einen neuen Blickwinkel einzunehmen. Wenn die Reise das Ziel ist, hast du alles richtig gemacht.
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14. Mein Plan ist kein Plan: Tagebuch einer Work & Travel Weltreise

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Patrick Fichtner hat es satt, immer einen Plan haben zu mĂŒssen. Daher macht er sich mit so wenig Plan wie möglich auf und arbeitet zunĂ€chst als Skilehrer in Australien, ehe er mit dem Rucksack neben Down Under auch Malaysia, Singapur, Thailand, Neuseeland und die Fidschi-Inseln bereist. Neben den spannenden Schilderungen der Reise gibt das Buch viele praktische Tipps zum konkreten Aufenthalt in den einzelnen LĂ€ndern, zur Jobsuche, zum gĂŒnstigen Reisen und Wohnen. Gleichzeitig ist es ein warmer Appell an alle, nicht zu streng zu planen und sich auch einmal treiben zu lassen – denn so kann Reisen das Leben bereichern.
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15. The Travel Episodes: Geschichten von Fernweh und Freiheit

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Du weißt gar nicht, wohin es gehen soll? Dann sind vielleicht die Travel Episodes genau das Richtige fĂŒr dich: Verschiedene Autoren berichten von ihren Reisen, die sie in die verschiedensten Teile der Welt fĂŒhren – von den Philippinen bis in die Antarktis, mit dem Flugzeug, dem Auto oder dem Boot. Sie befinden sich in ganz unterschiedlichen Situationen, verliebt oder getrennt, mit Plan oder ganz ohne. Sie sind unterschiedlichen Alters, doch sie alle verbindet die Liebe zum Reise, zu neuen EindrĂŒcken und zu Erkenntnisse, die das Leben reicher oder weniger schwer machen. Ein FĂŒllhorn an ReiseeindrĂŒcken!
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Obwohl Abiturienten im Vergleich zu RealschĂŒlern schon wesentlich lĂ€nger Zeit haben, sich zu entscheiden, welchen Beruf sie spĂ€ter einmal ausĂŒben möchten, fĂ€llt es den meisten schwer, sich nach der erfolgreich abgeschlossenen ReifeprĂŒfung auf eine Studienrichtung festzulegen. Die wachsende Zahl an StudiengĂ€ngen macht diesen Entschluss nicht einfacher. Zum GlĂŒck gibt es jedoch einige Wege, die helfen, den passenden Studiengang zu finden.

 

Manchmal fĂŒhren viele Wege zum Traumberuf

Nicht immer ist es so, dass Abiturienten noch gar keine Vorstellung von ihrem spĂ€teren Traumberuf haben, sondern von dem reichhaltigen Studienangebot ĂŒberfordert sind. Wenn man nicht gerade so etwas Spezielles wie Medizin oder Lehramt studiert, eröffnet ein Studiengang oft viele verschiedene Berufsmöglichkeiten.

Entscheidet man sich beispielsweise fĂŒr Germanistik, kann man spĂ€ter in einer Print-, Rundfunk- oder Onlineredaktion tĂ€tig sein, als Lektor bei einem Verlag oder als Texter im Bereich der Werbung arbeiten. Weitere Jobmöglichkeiten sind diverse Kultureinrichtungen wie Museen oder Bibliotheken, PR-Agenturen oder Kommunikationsabteilungen in Unternehmen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, im Bildungssektor oder als Autor seine Berufung zu finden. Ähnliche Berufsmöglichkeiten haben aber auch diejenigen, die beispielsweise Kommunikationswissenschaft studieren.

Dies hat den Vorteil, dass man sich vor dem Studium noch nicht auf einen speziellen Job festlegen muss, sondern in verschiedene Bereiche hineinschnuppern kann. Praktika sind hierfĂŒr eine gute Möglichkeit. Mit dem Master gibt es dann die Chance, sich auf ein Gebiet zu spezialisieren.
Bei Unsicherheiten sollte auf die Studienberatung an der jeweiligen Uni zurĂŒckgegriffen werden. Diese können euch am besten sagen, wie sich Ă€hnlich klingende StudiengĂ€nge – etwa Sportmanagement und Sportwissenschaft oder Kommunikationswissenschaft und Medienmanagement – voneinander unterscheiden.

 

Auf Beratungsangebote und Selbsttests zurĂŒckgreifen

Hat man dagegen noch gar keine Idee, in welche Richtung das Studium gehen soll, kann es ratsam sein, einen Termin beim Berufsinformationszentrum – auch als BIZ bezeichnet – der örtlichen Arbeitsagentur zu vereinbaren. Dort könnt ihr in einem GesprĂ€ch erörtern, welcher Studiengang am ehesten euren Neigungen entspricht. Vielleicht findet ihr aber auch heraus, dass es vielleicht gar nicht unbedingt sein Studium sein muss, sondern eine Ausbildung viel besser zu euch passt.

Weitere Informationsmöglichkeiten bieten Abiturienten- oder Karrieremessen, die in vielen StÀdten jedes Jahr stattfinden. Dort stellen sich viele Ausbildungsbetriebe und sowohl staatliche wie auch private Hochschulen vor, um euch einen besseren Einblick in die Inhalte der Ausbildung und die spÀteren Berufsmöglichkeiten zu geben.

Zudem werben viele Firmen auf Messen solcher Art fĂŒr ein duales Studium, bei dem ihr den Besuch einer Hochschule mit einer praktischen Ausbildung verbinden könnt, indem ihr wĂ€hrend der Semesterferien im Unternehmen erste Arbeitsluft schnuppert. Auf diese Weise mĂŒsst ihr euch nicht von Nebenjob zu Nebenjob hangeln, um euer Studium zu finanzieren. Ein Nachteil ist dagegen, dass ihr sehr motiviert und gut organisiert sein mĂŒsst, um die feste Arbeitsstelle und das Unileben unter einen Hut zu bringen.

DarĂŒber hinaus bieten sowohl das BIZ als auch das Internet allerhand Berufs- und Studienwahltests, in denen durch eine Reihe von Fragen eure StĂ€rken und SchwĂ€chen bzw. Vorlieben ermittelt werden. Anschließend bekommt ihr eine Liste mit Studienmöglichkeiten, die gut zu euch passen könnten. Achtet dabei aber darauf, dass die Auswertung fĂŒr manche dieser Tests kostenpflichtig ist.

 

Die Qual der Wahl: Eine Entscheidung fÀllen

Nachdem ihr euch ĂŒber verschiedene Studienmöglichkeiten informiert habt, wisst ihr vermutlich schon ziemlich genau ĂŒber deren Inhalte und spĂ€tere Jobmöglichkeiten Bescheid, könnt euch vielleicht aber immer noch nicht endgĂŒltig fĂŒr einen Studiengang entscheiden. Was also nun tun?

Mit Sicherheit seid ihr nicht die Einzigen, die sich diese Frage stellen. Und aufgrund der immer weiter anwachsenden Zahl an StudiengĂ€ngen ist es mittlerweile auch keine Seltenheit mehr, dass angehende Studenten die MĂŒnze ĂŒber das Schicksal und somit auch ein StĂŒck weit ĂŒber die berufliche Zukunft entscheiden zu lassen. Dies ist aber natĂŒrlich nicht die beste Variante.

Sinnvoller ist es dagegen, sich auch ĂŒber die Stadt zu informieren, in der die potenzielle Uni liegt. Bevorzugt ihr eine Klein- oder eine Großstadt? LĂ€sst sich dort leicht eine Wohnung finden? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten? Wie weit liegt sie von eurer Heimat entfernt? All diese Fragen werden irgendwann ohnehin eine Rolle spielen, also könnt ihr sie auch von Anfang an in eure Entscheidung einfließen lassen.

DarĂŒber hinaus solltet ihr fĂŒr euch klĂ€ren, ob ihr lieber das freie Leben an der Uni bevorzugt, bei der ihr aber auch selbst viel Verantwortung ĂŒbernehmen und euch euren Stundenplan zusammenstellen mĂŒsst – oder ob ihr euch lieber fĂŒr die etwas strikteren Vorgaben an einer Fachhochschule entscheiden wollt.

Könnt ihr euch danach immer noch nicht entscheiden, dann besichtigt doch einfach mal eure Favoriten und hört auf euer BauchgefĂŒhl – am Ende hat dieses schließlich meistens Recht.

WeiterfĂŒhrende Informationen zum Artikel:

Du hast die Schule oder das Studium hinter dir und möchtest jetzt die Welt sehen? Damit bist du nicht allein – viele junge Menschen nutzen den Moment, bevor das Berufsleben beginnt, um sich verschiedene Teile der Welt anzuschauen.
Und auch spĂ€ter im Leben packt immer mehr Leute das Reisefieber: Sei es, dass sie ein Sabbatical nehmen, sei es, dass sie als Reiseblogger ganz darauf setzen, immer unterwegs zu sein – Reisen erweitert den Horizont, macht Spaß und beschert viele wundervolle Erinnerungen.

Sie machen das Leben reicher. Am leichtesten reist es sich natĂŒrlich als Backpacker. Hier ist weniger mehr: Je sparsamer Du packst, desto bequemer reist du. Hier sind ein paar praktische Utensilien, auf die du keinesfalls verzichten solltest:
 

1. Ein Schweizer Taschenmesser

schweizer messer
Ein kleines Messer, eine Schere, eine SĂ€ge, ein Dosen- und ein Flaschenöffner, ein Korkenzieher ein Schraubendreher
 und das alles in einem winzig kleinen GerĂ€t, kompakt verpackt. Ein Schweizer Taschenmesser kann dir unzĂ€hlige Male gute Dienste leisten, wenn du unterwegs bist. Ist die Klinge des Messers nicht lĂ€nger als sechs Zentimeter, kannst du es sogar im HandgepĂ€ck bei dir tragen.
 

2. Eine Kopflampe

Stirnlampe
Sieht das nicht komisch aus? Reicht nicht auch einfach eine Taschenlampe? Vielleicht ja. Aber jetzt ĂŒberleg dir mal, in was fĂŒr Situationen du wo auch immer auf der Welt nachts etwas suchen musst. Da kann man sich nur zu gut vorstellen, dass es hilfreich wĂ€re, auch beide HĂ€nde frei zu haben, oder?
 

3. Ein universeller Umstecker

Reiseadapter
Mit einem Reiseadapter brauchst du dir um die verschiedenen Stecker und Steckdosen in deinen ZiellĂ€ndern keine Sorgen mehr zu machen: Du brauchst nur dieses eine GerĂ€t, um deine Akkus ĂŒberall aufladen zu können. Manche von ihnen bringen auch noch USB-Ports mit – geht es komfortabler?
 

4. Ein Vakuumbeutel zum Rollen

yellow vacuum storage clothes bag isolated on white
Du packst deinen Rucksack und stellst mit Schrecken fest, wie schnell er sich fĂŒllt. Dem kannst du mit einem Vakuumbeutel entgegenwirken: Du packst deine Kleidung hinein, entziehst die Luft aus den RĂ€umen dazwischen und hast direkt deutlich mehr Platz. Achte aber darauf, dass du einen Beutel kaufst, aus dem du die Luft durchs Zusammenrollen entfernst. Mit einer Pumpe bekommst du zwar noch mehr Luft heraus, aber die willst du ja schließlich nicht mitnehmen mĂŒssen.
 

5. Ein VorhÀngeschloss

Series of colored padlocks with hart shape
Ein VorhÀngeschloss, am besten eines mit Zahlenkombination, solltest du tatsÀchlich immer in der Tasche haben: Zwar kannst du in vielen LÀndern in Hostels einen Schrank mieten, um deine Sachen unterzubringen, wenn du Tagestrips machst, aber ein Schloss gibt es dort hÀufig nicht. Sei also gewappnet und bringe dein eigenes mit.
 

6. Ein Innenschlafsack

Schlafsack
Andere LĂ€nder, andere Sitten: Du kannst nicht ĂŒberall auf der Welt davon ausgehen, dass du BettwĂ€sche bekommst – oder dass sie gegebenenfalls deine Hygienevorstellungen entspricht. Ein dĂŒnner Innenschlafsack ist daher perfekt fĂŒr deine Weltreise geeignet: Zusammengelegt nimmt er kaum Platz weg, und manche Modelle wiegen nicht mehr als 200 Gramm. Du kannst ihn ĂŒberall benutzen, auch in heißen UrlaubslĂ€ndern, ohne dass du dich kaputt schwitzt.
 

7. Eine Flasche zum Zusammenrollen bzw. Falten

Flasche-Faltbar
Wenn du viel unterwegs bist, wanderst oder Sport treibst, musst du auf jeden Fall ausreichend trinken. NatĂŒrlich bekommst du an vielen deiner Reiseziele Wasser in Flaschen zu kaufen. Deutlich umweltschonender aber ist es, wenn du dir eine Flasche zum Zusammenrollen bzw. Falten kaufst. Du kannst sie immer wieder fĂŒllen, wenn du aufbrichst. Kommst du am Flughafen an, trinkst du sie leer, rollst sie zusammen und steckst sie ein. Extrem praktisch!
 

8. Ein schnell trocknendes Reisehandtuch

Handtuch
Nicht nur bei Wanderungen, an denen du abends ein Ziel erreichst und morgens direkt wieder aufbrichst, in ein Mikrofaserhandtuch fĂŒr Reisen extrem praktisch: Du trocknest dich nach dem Duschen ab, hĂ€ngst es auf und innerhalb kĂŒrzester Zeit ist es wieder trocken. Wenn du darauf achtest, dass es antibakteriell behandelt ist, kannst du es bedenkenlos lange Zeit auf deinen Reisen benutzen, ohne dass es muffig zu riechen beginnt.
 

9. Eine Dry Bag

Wasserdichter-Beutel
FĂŒhrt dich deine Reise an viele schöne StrĂ€nde, aufs Meer oder in regenreiche Gebiete? Dann solltest du fĂŒr deine empfindlichen Utensilien eine Dry Bag mitnehmen. Diese Taschen sind schick, strapazierfĂ€hig und zu 100 Prozent wasserdicht. Da kannst du fröhlich kreischend mit dem Motorboot ĂŒber die Wellen jagen, ohne dir Gedanken um deine AusrĂŒstung zu machen.
 

10. Ein Kulturbeutel zum AufhÀngen

Klingt im ersten Moment ĂŒberflĂŒssiger, als er ist: Achte auf jeden Fall darauf, dass dein leichter und kleiner Kulturbeutel eine Lasche zum AufhĂ€ngen hat. Du wirst mehr als eine Waschgelegenheit finden, bei der du ihn ganz bestimmt nirgends hinlegen möchtest! Die kleinen praktischen Dinge sind im Nachhinein immer diejenigen, die am hilfreichsten waren.

Siehe auch:
Was gehört in den Koffer

Du möchtest den Schritt wagen und ins englischsprachige Ausland gehen, um dort zu arbeiten, es fehlt dir jedoch noch der nötige Wortschatz, um deinen gewĂŒnschten Beruf auf Englisch auszuĂŒben? Dann sind die Fachenglischkurse von Kaplan genau das richtige fĂŒr dich!
LĂ€ngst ist die Bedeutung von Sprachreisen nicht mehr nur sein allgemeines Englisch zu verbessern, sondern sie bieten auch die Möglichkeit, fachspezifisches Vokabular auf Englisch zu erlernen – wie mit den Fachenglisch Sprachreisen von Kaplan.

Profi auf ganzer Linie – Fachenglisch-Sprachreisen

Wer zum Beispiel einen Auslandsaufenthalt oder eine Sprachreise in England plant, der hat die Möglichkeit einen Fachenglischkurs aus den Bereichen Kundenservice, IT, Finanzen, HR, Recht oder Medizin zu besuchen. Dieser Kurs vermittelt nebst allgemeinen Englischkenntnissen, berufsspezifisches Fachvokabular und Fachwissen und ist das Richtige fĂŒr dich, wenn du deine allgemeinen Englischkenntnisse verbessern willst, sicher auf Englisch ĂŒber deine Branche und deinen Beruf sprechen möchtest und somit gut gerĂŒstet in die neue Arbeitswelt starten möchtest.

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Ein Fachenglischkurs kann dir helfen, den ersten Schritt ins Ausland zu machen und dir als Sprungbrett nĂŒtzen. Du lernst ein Netzwerk an neue Menschen kennen und er gibt dir Zeit, dich an deine neue Umgebung zu gewöhnen. Zudem erhĂ€ltst du das nötige sprachliche Skillset mit auf deinen zukĂŒnftigen Weg. KB2

Eine Investition fĂŒrs Leben

Eine Auslandszeit, in welcher Form auch immer, ist eine Investition fĂŒrs Leben, du lernst eine neue Kultur und verschiedene Lebensarten kennen, erlebst den Alltag fernab von zu Hause und erlangst dadurch unbezahlbare SelbststĂ€ndigkeit und UnabhĂ€ngigkeit. Du erweiterst deinen Horizont und wenn du auch noch Arbeitserfahrung aus dem Ausland mitbringst, machst du dich wertvoll fĂŒr zukĂŒnftige Arbeitgeber in Deutschland oder auch international, denn welcher Arbeitgeber schĂ€tzt es nicht, wenn sich ein Bewerber von der Masse abzuheben vermag?

Weitere Informationen zu Sprachreisen und Auslandsprogrammen:

Taxis  New York

Du weißt noch nicht genau, was du nach Ende der Schulzeit machen sollst und trĂ€umst vom Ausland?

Wie wÀre es dann mit einem Gap Year? Bis zum 30. November 2016 erhÀltst du noch an folgenden Schulen von EF Education First einen Rabatt in Höhe von 15 % auf das Gap Year Special:

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Das Angebot nicht mit anderen Rabatten kombinierbar. GĂŒltig bei Buchung eines mindestens 12-wöchigen Intensivkurses bis zum 30. November 2016 an einer der oben angegebenen Orte. Max. EUR 1000. Ausschließlich an den folgenden Startterminen: 9. Januar 2017, 24. April 2017 und 18. September 2017

öffentliche Lagune in Cairns, dahinter der Ozean

öffentliche Lagune in Cairns, dahinter der Ozean

Als wir dann in einem kleinen Ort eine Pause machten, sahen wir kaputt gerissene HĂ€user ohne DĂ€cher. Ich habe mich nicht getraut, Fotos davon zu machen. Mir war es zu peinlich und zu unangenehm. Es war echt krass, die Gewalt der Natur in dieser Art und Weise zu Gesicht zu bekommen. Nach einer viertel Stunde sind wir dann weiter Richtung Cairns gefahren. Am frĂŒhen Abend kamen wir dort an. Ich wusste zunĂ€chst den Weg nicht, fragte dann aber in einem Laden, wie es weitergeht. Es gibt in Cairns das Gilligans Hostel. Es ist ein sehr angesagtes (Party) Hostel und ziemlich groß. Ich entschied mich aber fĂŒr ein kleineres Hostel, das Corona Backpackers, genau gegenĂŒber dem Gilligans. Und zwar war hier der Preis so gĂŒnstig, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Nur $AUD 10 pro Nacht.

Und hierbei handelte es sich jetzt nicht um ein 20-Bett Zimmer, sondern um ein angenehmes 4-Bett Zimmer. Unschlagbar, der Preis. Ich checkte ein und bezog ein Zimmer, in dem bereits 3 andere MĂ€dels wohnten. Ich bekam das letzte freie Bett, interessanterweise das untere Bett des Hochbetts. Normalerweise waren die unteren Betten immer die, die sofort belegt waren. Aber mir war schnell klar, weshalb es hier anders war. Das unter Bett war total schmal/klein/tief. Also der Abstand zum oberen Bett war sehr wenig, sodass man sich kaum aufrecht hinsetzen konnte. Über mir schien ein MĂ€del aus Kenzingen, Baden-WĂŒrttemberg zu schlafen. Sie war nicht oft da und ich sah sie auch nur ein paar Mal, aber eine TĂŒte aus einem SchuhgeschĂ€ft in 79341, Kenzingen lies mich diese SchlĂŒsse ziehen. SpĂ€ter fragte ich sie vorsichtig und sie bestĂ€tigte.

Ich fands lustig, weil Kenzingen nur 30km von meinem jetzigen Wohnort in Freiburg entfernt ist. Damals wusste ich zwar noch nicht, dass ich aus Frankfurt nach Freiburg ziehen wĂŒrde, aber die ganzen “-ingen” Dörfer waren mir durch meine Freundin schon ein bisschen bekannt. Die anderen beiden MĂ€dels in meinem Zimmer waren aus England. Nach einigen NĂ€chten gingen sie mir total auf den Sack. Wenn ich morgens noch schlief und sie aufstanden, um sich fertig zu machen, machten sie jedes verdammte Mal die Gardinen auf, als wenn keiner mehr im Raum wĂ€re. Sobald sie dann das Zimmer verlassen hatten, bin ich aufgestanden und habe sie wieder zugezogen.

Total nervig war das. DafĂŒr hĂ€tte ich die echt schlagen können, das machte einfach aggressiv. Es gibt zwei Arten von Typen: diejenigen, die morgens leise ihre Sachen nehmen, die ZimmertĂŒr hinter sich leise schließen und dann ins Bad gehen, um sich zu anzuziehen (so wie ich) und die, die denken sie seien allein im Raum. Licht anmachen, das ganze Zimmer mit ekligem Deo vollsauen, lautstark im Backpack rumwĂŒhlen, ZimmertĂŒr ohne Klinke zu drĂŒcken zuziehen usw. Deswegen war ich eigentlich schon vieles gewohnt, aber diese MĂ€dels brachten es einfach auf die Spitze.

Im Hostel gab es auch zwei, drei PC’s, die ich ab und zu nutze, um mit Meiner Freundin zu skypen. Als ich an einem Tag die Treppe runter lief, staunte ich nicht schlecht: die zwei befreundeten EnglĂ€nder, die mit mir auf der Pineapple Farm in Bundaberg gearbeitet hatten standen plötzlich vor mir. Wir begrĂŒĂŸten uns kurz, sprachen 1-2 SĂ€tze und gingen dann auch wieder auseinander. Aber offensichtlich waren sie im gleichen Hostel wie ich.

In Cairns selber war ich natĂŒrlich auch noch ausreichend unterwegs. Cairns gilt als besonders tropisch, aber um ehrlich zu sein finde ich es lange nicht so tropisch wie in Darwin. Aber es herrscht riesiger Tourismus, vor allem wegen dem Great Barrier Reef. An wirklich fast jeder Ecke gibt es ein Travelcenter, in dem Tauch- und Schnorchteltouren gebucht werden können. Überall wird man durch Schilder auf die Touren mit schönen Yachten raus ans Reef aufmerksam gemacht. NatĂŒrlich wollte ich sowas auch machen, aber darum kĂŒmmerte ich mich spĂ€ter. Ich besuchte erst mal die berĂŒhmten Cairns Nightmarkets. Die ĂŒberdachte Markthalle macht erst um 17 Uhr auf und schließt zwischen 23 und 0.00 Uhr. Es gibt Souvenirs, Klamotten etc. und reges Markttreiben. Cairns halt ein richtig geiles Flair. Ähnlich wie Surfers Paradise, fand ich. Unglaublich viele Touristen, alle Leute irgendwie in besonderer Urlaubsstimmung, immer gut gelaunt, ĂŒberall ist es hell, sonnig und rum herum ĂŒberall schöner blauer Ozean.

Gut, leider kann man auch in Cairns nicht im Ozean baden, aber das gabs ja öfter. DafĂŒr gab es wieder eine schöne, öffentliche Lagune, die jedem frei zur VerfĂŒgung stand. Rund herum gab es Liegewiesen und Grillmöglichkeiten. So ließ ich mich hier oft nieder und beobachtete das Treiben. Die Sportler, die sich hier trafen, um Gymnastik zu machen, die Kinder, die im Wasser planschten oder auch einfach den Blick auf das weite Meer. Nach ein paar Tagen widmete ich mich dann dem Thema Great Barrier Reef und fragte in ein paar Travelagencys nach entsprechenden Angeboten. Überall gab es Angebote zu Hauf und ich versuchte das bestmöglichste zu finden. Ich wollte unbedingt auch tauchen und nicht nur schnorcheln. Direkt an der Lagune, dem teuren Mantra Esplanade Hotel angeschlossen, entdeckte ich das Cairns Tourist Information Centre.

Dort kam ich mit Chris, einer sehr netten Mitarbeiterin ins GesprĂ€ch. Sie informierte mich ĂŒber die verschiedenen Angebote und wir sprachen bestimmt eine gute dreiviertel Stunde. Ich musste mich dann entscheiden, ob ich eine Tour nehme, wo eher eine kleine Gruppe rausfĂ€hrt und man dann als Highlight in kleinen Ruderbooten auf eine kleine, verlassene Sandinsel rausfĂ€hrt und dort den Tag abhĂ€ngt oder eine etwas grĂ¶ĂŸere Tour mit Ausflugsdampfer. Ich buchte bei ihr dann die grĂ¶ĂŸere Tagestour auf einem modernen Dampfer mit Verpflegung usw. Ein Tauchgang war inklusive, das Schnorcheln mit oder ohne Guide jederzeit möglich. Obendrauf bot sie mir an, jederzeit kostenfrei den im ReisebĂŒro stehenden PC zum Surfen zu benutzen und hinterlas mir eine entsprechende Erlaubnis auf Ihrer Visitenkarte, falls ich mal kommen wolle und sie nicht da ist. Das fand ich klasse. SpĂ€ter, nachdem ich Cairns verlassen hatte, schrieb ich deshalb auch eine kleine Dankesmail an das ReisebĂŒro. Leider erhielt ich nie eine RĂŒckinfo, aber ich bin sicher, sie kam an.

Am besagten Tag der Tour machte ich mich also morgens auf zum Hafen, der auch sehr zentral liegt. Ich war noch etwas frĂŒh, die Crew war noch am Vorbereiten. Am Vortag hatte ich mir noch im Woolworths eine Einmalkamera fĂŒr Unterwasseraufnahmen besorgt, damit ich beim Tauchen auch ein paar Fotos knipsen kann. Die Sonne schien wunderschön, es war, wie fast immer, wolkenfrei. Als wir dann an Bord gehen durften, setze ich mich erstmal hin und wartete kurz. Es kamen noch ein paar mehr Leute, aber auch nicht zu viele. Ich wĂŒrde sagen, es waren insgesamt um die 25 Leute+Crew. Wir wurden begrĂŒĂŸt und uns wurde der Ablauf des Tages erlĂ€utert. WĂ€hrend das Boot abfuhr, wurden die Leute in entsprechende Gruppen aufgeteilt: Schnorchler, Taucher mit Lehrerin und Taucher mit Taucherschein.

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Ich reihte mich in die zweite Gruppe ein und erhielt einen Zettel, den ich unterschreiben musste. Es handelte sich um das Übliche: Angaben ĂŒber Vorerkrankungen etc. In meiner Gruppe waren wir nur zu 4 + Lehrerin. Ich war erstaunt, dass doch so viele nur das Schnorchelprogramm gebucht hatten. Es gab auch einige, die ohne Tauchlehrer frei tauchen durften, aber die meisten wollten scheinbar nur schnorcheln. Mir wĂ€re das zu langweilig gewesen. Nachdem wir alle die Unterlagen ausgefĂŒllt hatten, setzten wir 5 uns in einer kleinen Runde zusammen und die Tauchlehrerin erklĂ€rte uns ein paar Grundregeln und Grundbegriffe des Tauchens.
Also wie man sich zu verhalten hat, die Zeichen fĂŒr “Alles OK”, “Irgendetwas stimmt nicht”, “Ich will hoch” usw. Ich kannte das schon von meinem ersten Schnuppertauchen in Darmstadt. Nachdem sie fertig war, musste sie uns das gerade gelehrte nochmal schriftlich abfragen. Dazu erhielten wir eine Art “schriftlicher Test”. Der war aber in 5 Minuten erledigt und nicht wirklich schwer. War halt irgendeine gesetzliche Auflage oder so.

So, anschließend ging es dann raus ans Deck. Dort erhielten wir dann unsere AusrĂŒsten und TauchanzĂŒge in entsprechender GrĂ¶ĂŸe und durften uns einkleiden. Auch das dauert, wegen dem engen Neopren, erstmal einen Moment. Zuerst gingen die Schnorchler nach und nach ins Wasser und wir mussten etwas warten. Dann aber bekamen wir unsere schweren Sauerstoff Flaschen auf den RĂŒcken gepackt und mussten uns auf eine Rampe setzen, von der wir dann vorsichtig ins Wasser gepurzelt sind. In meiner Gruppe waren noch zwei asiatische MĂ€dels und noch irgendein anderes MĂ€del. Dann bediente die Lehrerin bei jedem von uns einen Knopf an der AusrĂŒstung und lies uns so nach und nach unter Wasser absinken. Ich kannte das ja bereits und dementsprechend ging bei mir alles recht einfach.

Als wir dann alle fĂŒnf unten waren, hakten wir uns gegenseitig ein und bildeten so eine Kette. die Lehrerin wollte es so. Ich kanns auch verstehen, immerhin waren wir hier nicht in einem viereckigen Übungsbecken in einem Schwimmbad, sondern auf dem offenen Ozean. Und nicht irgendwo auf dem Ozean, sondern am Great Barrier Reef, dem Eldorado aller Taucher. Dort, wo jeder Taucher einmal im Leben tauchen möchte! Wir tauchten ein bisschen vor uns hin, und beobachteten die Fische, die uns hin und wieder entgegenkamen. Auch Korallen gab es viele. Ab und zu musste unsere Kette stoppen, da ich Fotos machen wollte. Von den anderen hatte keiner eine Kamera. Zugegebenermaßen muss ich aber sagen, dass ich die Sicht, also die LichtverhĂ€ltnisse jetzt nicht sooo prickelnd fand.

Es war schon leicht grĂ€ulich alles. Sie hĂ€tten sich schon eine hellere Stelle zum Abtauchen suchen können. Aber jeder Tour Veranstalter hat wohl so seine festen Stellen am Reef. Nebenher tauchte aber auch ein Fotograf, der alles auf professionellen Fotos festhielt. An einem Korallenriff fand dann ein kleines Fotoshooting statt. Jeder von uns bekam eine Aussie Flagge in die Hand und durfte einmal posieren. Um uns herum schwammen einige Clownfische (die bekannten orangenen Fische aus “Findet Nemo”) und wenn gerade einer direkt vorbeischwamm, macht der Fotograf auch ein Bild. So nach dem Motto “Hey, ich habe in Australien Nemo gefunden!”. Nach gut einer halben Stunde sind wir dann nach und nach alle wieder auf an die WasseroberflĂ€che. Es war wirklich toll und hat sich auf jeden Fall gelohnt, muss ich sagen. Die Leute vom Team nahmen uns die Sauerstoffflasche ab und sagten wir hĂ€tten jetzt noch Zeit zur freien VerfĂŒgung, da die Schnorchler noch im Wasser waren. Ich bin dann mit einem Schnorchel ins Wasser gesprungen und hab mich der gefĂŒhrten Gruppe angehĂ€ngt.

Dort erzĂ€hlte ein Crewmitglied allerhand ĂŒber das Reef und die hier lebenden Fische. Aber nicht auf langweilig Art, sondern mit live Betrachtung. Er tauchte einmal ab, griff um sich und kam mit einem Lebewesen wieder hoch. Über das Tier erzĂ€hlte er dann und gab es uns zum Anfassen. Er warnte aber eindringlich davor, das nachzumachen. Generell sollten wir unter Wasser nichts anfassen. Das Great Barrier Reef ist Weltnaturerbe und wird leider immer mehr beschĂ€digt. Aus Respekt und aber auch aus Vorsicht, sollten wir keinerlei Tiere anfassen. Er erzĂ€hlte eine Anekdote eines Touristen, der unvorsichtig war und unbedingt ein Andenken vom Meeresboden mitnehmen wollte. Er schnappte sich eine Art Seestern, kannte das Tier aber nicht ausreichend genug.
Er steckte es in die Hosentasche seiner Badehose, wo es dann aber zustach. Der Tourist starb. Er wollte uns damit zeigen, dass es durchaus gefĂ€hrlich ist, wahllos irgendwelche schönen Meerestiere mitzunehmen. Ich schwamm ein bisschen mit und hörte zu, dann begab ich mich noch alleine auf Schnorcheltour. So gegen 14 Uhr etwa wurden wir dann alle wieder zurĂŒck an Bord gerufen, da es Mittagessen gab. Am Schiff wurde wirklich frisch gekocht und wir hatten alle ein warmes Mittagessen.

Beim Essen kam ich mit einem asiatisch aussehendem PĂ€rchen ins GesprĂ€ch, die aber nicht aus Asien kamen, sondern aus Kanada. Sie waren sehr freundlich und wir sprachen ein bisschen ĂŒber die gemachten Erfahrungen unter Wasser. Sie erzĂ€hlten mir, dass sie den Tauchschein in Malaysia machen werden wĂŒrden, da er dort nur die HĂ€lfte von dem kostet, was er in hier in Australien kostet. Ja, es folgten normale GesprĂ€che ĂŒber dies und das und jenes. Gegen 15 Uhr etwa durfte jedermann nochmal ins Wasser. Die Lehrerin fragte jeden von uns Schnuppertauchern, ob wir Interesse an einem zweiten Tauchgang hĂ€tten, der dann halt nochmal einen Aufpreis gekostet hĂ€tte. Ich lehnte aber, wie die anderen auch, ab. Inzwischen hatte der Fotograf auch alle Fotos von den TauchgĂ€ngen und Schnorchlern gesichtet und entsprechend entwickelt.

Man konnte sich die Bilder bei ihm ansehen und kaufen. Ich entschied mich fĂŒr das bekannte Bild von mir unter Wasser mit der Aussie Flagge in der Hand. Auch die anderen Bilder hĂ€tte ich natĂŒrlich gerne mitgenommen, aber alleine dieses eine Foto hat mich umgerechnet knapp 15 EUR gekostet! Der Preis war ziemlich stolz, weswegen sich auch einige Leute gegen den Kauf entschieden. So ganz ohne ein Andenken in guter QualitĂ€t wollte ich aber nicht von Bord gehen, deswegen nahm ich zumindest eines der Fotos auf CD mit. Am spĂ€ten Nachmittag mussten dann alle wieder aufs Boot, da wir langsam zurĂŒck nach Cairns fuhren. Ich hielt mich am oberen Außendeck auf, wo ich mich mit den MĂ€dels, die mit mir tauchen waren, ausgiebig unterhielt. Dazu kamen dann noch ein paar Leute und auch ein Spaßvogel der Crew gesellte sich zu uns und scherzte ein bisschen rum. Gegen 18.30 Uhr etwa kamen wir dann wieder am Hafen in Cairns an und ich versuchte kurz, die Leute zu ĂŒberreden, irgendwo noch was trinken zu gehen. Aber irgendwie wollte keiner so recht, sodass wir uns verabschiedeten und jeder in seine Richtung ging. Alles in Allem war der Tauchtrip am Great Barrier Reef auf jeden Fall ein super toller Tag mit tollen Erfahrungen, guter Laune, super AtmosphĂ€re und netten Leuten.

Ich war noch ein paar Tage in Cairns. Sonntags hatte ich ja immer Waschtag und bin deshalb direkt gegenĂŒber ins Gilligans Hostel, da das Corona Backpackers keine eigene Laundry besaß. Somit hatte ich einen kleinen Einblick in dieses große Hostel. Es war schon groß und hĂŒbsch hergerichtet mit einer Art Atrium. Die Laundry war fĂŒr jedermann offen und somit hockte ich mich dort hin und wartete auf meine WĂ€sche. Ansonsten war ich noch ein bisschen außerhalb unterwegs, z.B. im Botanical Garden von Cairns. Da bin ich mit dem Bus aus der Innenstadt hingefahren.

Botanical Garden, Cairns

Botanical Garden, Cairns

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Das PĂ€ckchen aus Deutschland hatte ich mittlerweile (bereits einige Wochen zuvor) aus der Postfiliale in Darwin nach Sydney in die Postfiliale schicken lassen. Mein RĂŒckflug nach Sydney stand nun nĂ€mlich an. Ich begab mich zum Flughafen und ging zum Schalter. Den Flug hatte ich ja schon vor einigen Wochen gebucht und somit war ich mit den genauen Flugdetails nicht mehr so vertraut, aber ich wusste, dass mein RĂŒckflug heute war. Ich dachte mir, hoffentlich stimmt noch alles und der Flug wurde nicht verschoben oder so, denn ich hatte mich darĂŒber nicht mehr informiert und diesmal auch nicht online eingecheckt.

Als ich dann am Checkin Schalter war, passierte es: “I can not find any booking on your name, are you sure you’re flying today, Tobias?”. “Ohoh, mach keine Scheisse…”, dachte ich innerlich. “Yeah. actually yes…” entgegnete ich. Sie tippte weiter im System herum und fand mich dann zum GlĂŒck. Allerdings nicht fĂŒr den Flug in 1 Stunde, sondern fĂŒr den Flug, der erst in ca. 5 Stunden geht. Aber das war mir egal. Hauptsache ich hatte mich nicht im Tag geirrt, sodass ich z.B. hĂ€tte eigentlich gestern fliegen sollen. Ich gab meinen Rucksack auf und freute mich also auf ein paar langweilige Stunden auf dem FlughafengelĂ€nde. Ich war ja auf dem Domestic Terminal/Airport, also dem Bereich, wo nur InlandsflĂŒge stattfinden. Hier war es bekanntlich meistens noch langweiliger, als auf den International Airports. Denn dort gibt’s oft noch ein paar Shops mehr. Ich hockte mich als mal hier hin, mal dort hin.

Dann lief ich draußen rum, vom Domestic Airport zum Internation Airport. Viel mehr war hier aber auch nicht los. Ich konnte ein bisschen “Fernluft” schnuppern, indem ich den Abfertigungen von LangstreckenflĂŒgen nach Europa zusah. Ja, und so vertrieb ich mir irgendwie die Zeit…mit rumgammeln und Musik hören. Am Nachmittag war es dann soweit und ich konnte zu meinem Flug. Nun ging es also die in mehreren Wochen gut 2500km lange abgefahrene Strecke in nur 3 Stunden komplett wieder zurĂŒck. Nach und nach hab ich es mit dem Greyhound Bus bis ganz nach oben geschafft und mit dem Flugzeug ist man in Windeseile wieder am Startpunkt, irgendwie verrĂŒckt.

zum Anfang von 53093 Kilometer und zurĂŒck! – Ein Work & Travel Abenteuer in Australien, Indonesien, SĂŒdkorea & auf Fiji >

Jedenfalls hat AzĂ© in St. Marys auch noch ein eigenes Haus, obwohl er die meiste Zeit, also wenn er in St. Marys lebt, eh bei Katy wohnt. Zum Abendbrot hatte Katy etwas ganz leckeres gemacht: Baguette angebacken und einen klein gehackten Tomaten Mozzarella Mix / Salat. Mit dem konnte man sich das Baguette lecker belegen, schmeckte hervorragend! Wir kamen im Laufe des Abends ins GesprĂ€ch ĂŒber Schlangen und KĂ€ngurus und ich erzĂ€hlte ĂŒber die kleinen KĂ€ngurus, die ich in Darwin sehen konnte, die aber so extrem scheu waren. Jimmy erzĂ€hlte, dass in dem GestrĂŒpp, also in diesem wilden Park quer gegenĂŒber von Katy‘s Haus, etliche KĂ€ngurus leben wĂŒrden.
Ich sagte, ich sei da schon mehrfach wegen Schlangen gewesen und hĂ€tte dort nicht ein einziges KĂ€nguru gesehen und wĂŒrde das daher gar nicht glauben können. Deswegen schnappten wir uns kurzerhand den 4 Wheel Drive von Katy’s Tochter und sind einfach spontan mal mitten in der Dunkelheit dort reingefahren.

Total cool mit so ’nem Jeep einfach durch die BĂŒche zu fahren, es war ganz schön schaukelig. Wir mussten zuerst ein wenig suchen, haben uns dann etwas verfahren, da es ja total dunkel war und das ein ungepflegtes GebĂŒsch ist. Aber dann in einer Ecke: Überall KĂ€ngurus! Und zwar keine kleinen wie in Darwin, sondern richtig große Viecher! Und vorallem sind die nicht sofort abgehauen! Nach ungefĂ€hr einer Stunde sind wir dann kurz wieder ĂŒber die Straße gehuscht und zurĂŒck nach Hause.

Als ich am nĂ€chsten Tag am spĂ€ten Nachmittag an der Bahnstation in St. Marys ankam, holte mich Nadja mit ihrem 4-Wheel Drive ab und wir fuhren heim. Dort waren Jim und einige Kumpels am Feiern. Sie sagte typisch “aussie-lĂ€ssig” zu mir “Yeah, they’re all my husbands mates, it’s his birthday today”. Es gab lecker Essen und natĂŒrlich viel Bier. Die Kumpels waren alle echte Aussies und manche von ihnen etwas primitiv, muss ich sagen. Aber auch Manuel war da, den ich ja schon kannte.

Auf meinem Zimmer schaute ich mir am Abend dann das Video von Heiligabend in der Heimat an, das ich inzwischen zugeschickt bekommen hatte. Es bescherte mir sehr unterhaltsame 20 Minuten. In Darwin hatte ich ja eine Art Weihnachtspaket mit allerlei Souvenirs zusammengepackt und Anja mitgegeben, die das Paket dann aus Siegen, Nordrein-Westfalen nach Frankfurt geschickt hat. Jedem der Familie hatte ich eine eigene TĂŒte gepackt und einen kleinen Brief an den oder diejenige geschrieben.

An die TĂŒte habe ich von außen dann jeweils den Namen der Person geschrieben, damit man wusste, welche TĂŒte fĂŒr wen ist. An Heiligabend gab es dann die Bescherung und jeder packte seine “WundertĂŒte” aus und kommentierte entsprechend seine Geschenke. Mein Bruder hatte alles gefilmt. Es war so lustig, wie alle auspackten und ĂŒber meine Geschenke und meine Briefe schmunzelten. Das Video war einfach ein StĂŒck Heimat. Meine Schwester freute sich ĂŒbrigens sehr ĂŒber die Koala Hausschuhe, die ich fĂŒr sie auf dem Queens Victoria Market in Melbourne gekauft hatte.

Am nĂ€chsten Tag war dann der 31.12.2010 und ich hatte mich mit Shirley in Sydney verabredet. Am Vormittag fuhr ich schon in die City, da ja zu erwarten war, dass es voll werden wĂŒrde. Nach ein paar Telefonaten klappte es mit dem vereinbarten Treffpunkt irgendwie nicht, deshalb ging ich direkt zum Eingang des Botanical Garden. Mit ZĂ€unen waren Warteschlangen abgetrennt worden und es wurden Eingangsgates mit Taschenkontrollen eingerichtet. Alkohol war verboten. Es war schon ganz schön voll am Mittag und die Sonne knallte ziemlich. Nach dem ich gecheckt wurde und passieren durfte, empfing mich Shirley, die mit ihren Freunden schon drin war. Sie freute mich nach langer Zeit wieder zu sehen und begrĂŒĂŸte mich erstmal. Dann folgte ich ihr durch den Park, der mit allerlei Buden, Lichtern, Toiletten usw. umgebaut war.

Der Eintritt in den Park war frei. GrundsĂ€tzlich muss man sich das Feuerwerk in Sydney so vorstellen: Das große, bekannte Feuerwerk findet von Boten und der großen BrĂŒcke im Hafen statt. Der Hafen ist somit Mittelpunkt des Geschehens und wird von allen Seiten umzingelt. Die Zuschauer sind also am Opera House, am Darling Harbour, the Rocks und allen anderen Stellen drumherum. Der Botanical Garden ist auf einem Berg gelegen und bietet daher auch ziemlich gute Sicht auf den Hafen. Innerhalb des Gardens gab es eine abgetrennte Zone fĂŒr ca. 30.000 Leute. Diese Zone bietet innerhalb des Gardens den besten Blick, da man direkt am Ufer des Hafens ist. Da es noch recht frĂŒh am Mittag war, so gegen 13 Uhr, hatte ich noch GlĂŒck und erlang eines der heiß begehrten ArmbĂ€nder, das mir den exklusiven Eintritt in diese Zone ermöglichte. Die anderen waren ja schon frĂŒher da gewesen und hatten uns auch bereits einige SitzplĂ€tze ergattert. Am Ufer entlang ließ man sich auf Gras-HĂŒgeln nieder. Blöderweise war der HĂŒgel, den wir hatten ziemlich steil, sodass das Sitzen dort manchmal etwas schwierig war, da es rutschig war.

Aber egal, Hauptsache wir hatten PlĂ€tze dort. Shirley stellte mich ihren Freunden vor, die allesamt taiwanesischer Herkunft waren. Überhaupt kam ich mir vor als sei ich der Einzige EuropĂ€er dort. Irgendwie war das dort unten der Taiwan Block glaubte ich. Überall Taiwanesen und andere Asiaten, aber ich fand das geil. Es gab innerhalb des abgetrennten Bereichs nochmal einen anderen exklusiven Bereich, der wohl auch Geld kostete, eine TanzflĂ€che bot und bestuhlt war. Aber das war fĂŒr uns uninteressant. Ja, jetzt war es also mittags, die Sonne knallte, wir saßen alle zusammen auf der Wiese und durften jetzt noch gut 6 Std warten, bis es dunkel werden wĂŒrde und bis Mitternacht waren es noch 10 Stunden. Wir unterhielten uns, spielten spiele bzw. ich sah den anderen genĂŒsslich zu, wie sie wild gestikulierend ihre Sprache sprachen. Ab und an ging ich die Treppe hoch, wo die Buden standen, holte mal was zu essen und vertrat mir die Beine. Ich war ziemlich gut drauf.

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Die Stimmung war einfach traumhaft. Es war wolkenfrei und sonnig. Die Leute waren alle gut drauf und es wurden immer mehr. In den Exklusiv-Bereich kam inzwischen keiner mehr neu rein, es war alles voll. Aber ich war ja privilegiert und durfte. Man sah gegenĂŒber am anderen Ufer des Hafens das Opera House und wie es auch dort immer voller wurde. Alle Menschen waren einfach happy und zusammen harrte man aus, ertrug die Hitze. Alle warteten auf den Abend und zwischendurch gab es immer wieder abwechslungsreiche Ereignisse. Eine Dame glĂ€nzte am Nachmittag zum Beispiel mit ihrem Auftritt vor den Zuschauern. Da der Bereich am Ufer ja fĂŒr weitere Besucher geschlossen war, sprang sie irgendwo am Hafen ins Wasser, schwamm bis zu unserem Ufer und versucht dort heimlich und unentdeckt aufzutauchen und einen Platz zu ergattern. Die Security war aber schnell zu Gange, gönnte ihr die Show und den Applaus der Leute. Anschließend durfte sie dann aber doch nicht bleiben und musste weg. Auch ein Kunstflugzeug brachte die Menschen spĂ€ter zum Staunen. Es tauchte irgendwann am Himmel ĂŒber dem Hafen auf und fing an, Kondensstreifen zu ziehen. Das Lustige war, das die in den Himmel geschriebenen Buchstaben zusammen einen Heiratsantrag ergaben “… u wAnja marry me? :)” Das war schon ziemlich beeindruckend und vor allem konnte man es von ĂŒberall an allen Seiten vom Hafen aus lesen.

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SpĂ€ter schrieb der Pilot noch irgendwas mit „Jesus“ (?!) und dann noch „R U JK?“ in den Himmel. Erst spĂ€ter erfuhr ich, dass es in Australien immer am 2. Donnerstag im September (2013 war es der 12.09.) einen „R U JK?“ Day gibt. Ein Tag/eine Initiative an dem jeder seinem NĂ€chsten eben genau diese Frage stellen soll. Der Alltag zieht heute so schnell an einem Vorbei, das man oft die Probleme seiner Liebsten um sich herum gar nicht mehr wahrnimmt oder man gar nicht erst merkt, dass es einer Person sehr schlecht geht. Am „R U JK?“ Day soll jeder sich die Zeit nehmen, den Alltag vergessen und sich nach dem Befinden seiner Freunde und Familie erkundigen. Wenn dieser Tag jetzt noch ein landesweiter Nationalfeiertag wĂ€re, dann hĂ€tten die Aussies es echt mal drauf!:)

A propros Feiertag: Am 26. Mai ist in Australien ĂŒbrigens „Sorry Day“, ein Feiertag mit dem den Aboriginals gedacht werden soll. Anlass hierfĂŒr sind die sogenannten „Stolen Generations“ (gestohlenen Generationen), mit denen man die erfolgten Zwangsadoptionen von Aboriginalkindern durch die weiße Regierung zwischen 1920 und 1969 bezeichnet. Mischlingskinder wurden damals den MĂŒttern wortwörtlich aus den HĂ€nden gerissen, um diese Kinder dann weißen Familien zuzufĂŒhren, damit die Kinder unter weißen Australiern aufwachsen und auch entsprechend „weiß“ erzogen werden. Seit 1998 widmet Australien daher den 26. Mai diesen Generationen. Kleiner Exkurs in die GeschichteJ – zurĂŒck zu meiner Geschichte im Botanical Garden.

Ich hielt irgendwann noch ein bisschen Mittagsschlaf, verbrannte mir dabei leicht die Schnute, aber Shirley weckte mich rechtzeitig und versorgte mich mit Sonnencreme. Immer wieder machten wir Fotos am Ufer. Nicht nur wir, den ganzen Tag sah man Leute am Weg posieren. Es war ja auch die perfekte Kulisse, so direkt am Hafen und im Hintergrund die Harbour Bridge und das Opera House. Immer wieder machten wir auch Fotos mit der taiwanesischen Flagge und ich lernte den Spruch “Owei Taiwan”, der so viel bedeutet wir “ich liebe Taiwan”.

Ich rief den Spruch ab und an auch irgendwelchen fremden Taiwanesen zu, die sich darĂŒber dann immer freuten. Keine Ahnung, fands irgendwie lustig. Shirley erklĂ€rte mir, dass im Jahr 2011 der 100. Geburtstag der Republik China gefeiert wird und deswegen so viele Chinesen und Taiwanesen hier zusammengekommen sind und stolz vor ihren Landesflaggen posieren. Zum Teil war ich mit auf den Fotos, manchmal beobachtete ich einfach nur. Jeder machte irgendwie mit jedem Fotos, es kamen einfach fremde Asiaten dazu, ob man sich kannte oder nicht, verstand ich nicht. Aber lustig wars: Ein Asiate kam, fragte irgendwas auf taiwanesisch oder chinesisch, es folgten ein paar Töne, man kam zum Foto zusammen, grinste, ging auseinander, gab sich die HĂ€nde und trennte sich wieder. Naja, aber Shirley und ihre Freunde waren wirklich nett und man sprach auch englisch zwischendurch, damit ich auch was verstand und wir uns unterhalten konnten. So verging also langsam die Zeit und als es dunkel wurde, setzten die Beleuchtungen ein. Auf der TanzflĂ€che nebenan spielte inzwischen Musik und es gab Showeinlagen.

 

Oben bei den Buden und Toiletten war es sowas von proppe voll, man musste ewig fĂŒr irgendwas anstehen. Ich war froh, dass wir die guten PlĂ€tze unten am Ufer hatten, denn da war der Blick einfach genial und frei aufs Wasser. Oben war man halt im Park und hatte irgendwelche Menschen und BĂ€ume vor sich. So um 21 Uhr etwa begann dann erstmals das Feuerwerk. Jede volle Stunde gab es ein kurzes Feuerwerk, quasi als Countdown und zum Einheizen fĂŒr die große Show um 0.00 Uhr. Wir hatten jede Menge Spaß und was mich am allermeisten wunderte bzw. was ich bewundernswert fand war, dass ĂŒberhaupt kein Alkohol Andyss.

Die Menschen waren einfach so gut drauf und hatten Spaß. Oben gab es zwar Dosenbier zu kaufen, aber soweit ich sehen konnte, trank das, zumindest unten bei den Asiaten, kaum jemand. Ich hĂ€tte vorher nicht gedacht, dass ich an diesem Silvester trocken bleibe, wirklich nicht. Um 23.45 wurde es dann spannend, da jeder wusste, dass es gleich losgehen wĂŒrde und die folgenden Bilder um die ganze Welt gehen wĂŒrden. Ja und um Mitternacht war es dann soweit, das Feuerwerk startete und jeder zĂŒckte Kameras und stand mit dem Kopf im Nacken da. Ich machte auch einige Fotos, klar, aber ließ die Kamera irgendwann dann aus, a) weil der Akku eh so gut wie leer war und klar, b) weil man sonst kaum was selber genießen kann und sich nur auf die Fotos konzentriert. Das Feuerwerk war wirklich toll organisiert und beeindruckend. Vor allem die FontĂ€nen direkt an der BrĂŒcke haben mir sehr gefallen, denn das hatte sowas glamouröses. Das Feuerwerk ging gut 20-25 Minuten, dann war Schluss. Wir waren alle ziemlich beeindruckt.

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Ich schrieb eine Neujahrs-SMS an Marissa, die ja mit ihren Bekannten in Melbourne feierte und rief bei Meiner Freundin in Deutschland an, wo es ja noch Mittag war. War irgendwie auch lustig. Auch Andy schrieb ich eine SMS, nach reichlicher Überlegung, da in letzter Zeit der Kontakt bewusst ausblieb. Von Miranda wusste ich, dass sie auch in Sydney weilte, denn es war zu Anfang auch eine Überlegung, ob wir zusammen feiern sollten, aber sie entschied sich dann fĂŒr einen gebuchten Abend auf einem Luxus Boot. Ziemlich teuer so ein paar Stunden auf so einem Dampfer, aber die sahen schon edel und cool aus. Ich hatte die vom Hafen aus gesehen. Es waren so schwarz verglaste Ausflugsschiffe, auf denen dann ein Abendprogramm veranstaltet wurde.

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Doch dann war ich etwas enttĂ€uscht, denn es ging direkt mit dem “zum Ausgang rennen” los. Ich wollte die anderen eigentlich noch ĂŒberreden irgendwo feiern zu gehen und sich die Kante zu geben, aber irgendwie wollte keiner so Recht. Also begannen auch wir uns recht zĂŒgig, dem Menschenstrom anzuschließen. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis wir den Ausgang des Botanical Gardens erreicht hatten. Die Straßen wurden nun von den ganzen Menschen ĂŒberlagert, jeder lief kreuz und quer, ein ziemliches geiles Stadtbild. Unsere Gruppe lief noch bis zum Bahnhof, was einige Zeit dauerte. Dort trennten sich unsere Wege dann so gegen 2 etwa. Ich verabschiedete mich von allen, danke fĂŒr den Abend und ginge in Richtung meines Zuges. Ich hatte mir von allen die Facebook Daten notiert, mit einigen stehe ich heute noch in Kontakt. Ich wollte mir eine Fahrkarte kaufen, bemerkte aber dass jeder irgendwie einfach zum Zug ging und ein wildes Umherlaufen herrschte. Ich fragte also kurzerhand einen Beamten der Verkehrsbetriebe, was abging und er sagte mir, dass der Verkehr freigegeben ist und alle Fahrten in dieser Nacht kostenfrei seien wĂŒrden – ziemlich geile Aktion von denen, dachte ich mir.

 

Übrigens:

Don’ts in Australien

  • FĂŒĂŸe im Zug auf den Sitz legen, egal ob mit oder ohne Schuhe -> 150 $AUD (etwa 100 EUR)
  • Schwarzfahren -> 150 $AUD
  • Unangemessenes Fluchen in öffentlichen Verkehrsmitteln -> 150 $AUD
  • Wiederholung dieser Ordnungswidrigkeiten -> bis zu 300 $AUD

Ferner sollte man es dringlichst unterlassen, zu schnell mit dem Auto zu fahren, da nur wenige Kilometer GeschwindigkeitsĂŒberschreitung rasch einige Hundert Dollar kosten. Alkohol trinken in der Öffentlichkeit kostet meist gute 200 AUD und fĂŒr das Spazierengehen mit dem Hund am Strand, an dem es untersagt ist, kann man auch schon mal eine dreistellige Summe bezahlen.

Ich setze mich in den Zug zurĂŒck nach St. Marys, mit mir im Zug einige feiernde junge Menschen, direkt neben mir ein betrunkenes wild rumknutschendes PĂ€rchen. Eine Stunde spĂ€ter, so gegen 3.30 Uhr kam ich dann in St. Marys am Bahnhof an. Das Problem war nun, wie ich genau heim kommen sollte. Ich konnte jetzt schlecht Katy anrufen und sie bitten, mich abzuholen. Irgendwie hatte ich mir vorher darĂŒber keine Gedanken gemacht, um ehrlich zu sein. Ich kannte den Weg zu Fuß nur so wage und außerdem war er sehr lang, da sich die Straßen auf Grund des so riesigen Kontinents alle ausbreiteten und lange ziehen. Das ist in Australien nun mal so. Ich lief also zu Fuß irgendwo hin, kehrte um, lief woanders hin, versuchte jemanden zu fragen, aber niemand war da. Es war halt ein kleiner Vorort wo nachts die Bordsteine hochgeklappt werden und man eine fallende Stecknadel hören kann. Dann kamen zwar Leute, aber die wollte ich lieber nicht fragen…kamen mir zu komisch vor, diese Gestalten. Irgendwann kam mir ein halbwegs normal aussehender Herr entgegen, den ich kurz fragte.

Als ich dann noch etwas weiter lief, erkannte ich die Umgebung und wusste, dass ich auf dem richtigen Weg zu Katys Haus war. Meine FĂŒĂŸe schmerzten inzwischen ziemlich von der ewigen Rumlauferei, deswegen entschied ich mich den Rest einfach barfuß zu laufen. Irgendwann so gegen 5 Uhr kam ich dann vor dem Haus an und hatte ein leicht schlechtes Gewissen. Scheisse, wie komme ich nun rein? Ich hatte keinen SchlĂŒssel und innen schien alles ruhig. Also was machen? Ich traute mich nicht, Katy anzurufen. Deshalb klopfte ich vorsichtig an der HaustĂŒr, aber es rĂŒhrte sich nichts. Also rief ich doch kurz an, klopfte kurz und sie machte mir direkt die TĂŒr auf. Katy war nur auf dem Sofa eingeschlafen, es brannte noch ein kleines Licht‘chen. Sie hatte wohl mehr oder weniger auf mich gewartet. Es gab einen kurzen Schlagabtausch, wir gingen beide aber ziemlich schnell auf unsere Zimmer ins Bett. Nadja und Jimmy waren immer noch feiern.

Einige Stunden spĂ€ter, ich lag noch im Bett, rief ich um kurz nach 10 Uhr bei Meiner Freundin in Deutschland an, denn dort war es ja nun kurz nach Mitternacht und wĂŒnschte ihr ein frohes neues Jahr. Sie freute sich tierisch und wir telefonierten eine ganze halbe Stunde. So um 12 bin ich dann aufgestanden und zu Katy ins Wohnzimmer zum FrĂŒhstĂŒck. Ihre Tochter war wohl erst um 10 Uhr morgens heimgekommen und schlief sich nun erstmal ordentlich aus. Ich schwatzte ein bisschen mit Katy…Sie musste gestern Mittag noch arbeiten und kam erst am spĂ€ten Nachmittag/Vorabend heim. Sie blieb in der Silvesternacht deshalb daheim.

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Zu allererst einmal haben wir einen Stadtbummel gemacht, sind zu Starbucks und haben uns einen leckeren, fetten Kaffee geholt. Dann ging’s zur “Good Morning City”. Die Adresse: 247, Jangchungdan-ro, Jung-gu, Seoul (auf Koreanisch: 서욞íŠčëł„ì‹œ ì€‘ê”Ź ìž„ì¶©ë‹šëĄœ 247 (ì„ì§€ëĄœ6가) alles klar? ;) ) Good Morning City ist eines der grĂ¶ĂŸten Shopping Center in Korea und besitzt 23 Stockwerke mit ĂŒber 700 GeschĂ€ften / VerkaufsstĂ€nden. Ich brauchte nĂ€mlich dringend einen Pullover oder eine Jacke. Vor den EingĂ€ngen war ein großer Platz mit Fressbuden und weiteren VerkaufsstĂ€nden, super um einfach zu flanieren. Im Center selber herrschte reges Treiben. Es war nicht so wie bei uns in Deutschland.

Es war eher eine Art ĂŒberdachter, sortierter Andyhmarkt in einem modernem Shopping Center. Überall waren MarktstĂ€nde mit Kleidung. Aber es war alles sortiert, also Frauenbekleidung auf dem Stockwerk, MĂ€nnerkleidung auf dem anderen. Wir liefen durch die GĂ€nge und wurden unzĂ€hlig mal angesprochen, die VerkĂ€ufer riefen einem zu, versuchten uns ihr Zeug anzudrehen. Hier und da schaute ich mal und ĂŒberlegte. An einem Stand dann gefiel mir eine anthrazit farbene Sweatjacke, die ich anprobierte. Dawoom konnte ein bisschen auf Koreanisch mit dem Typ reden, sie ĂŒbersetzte fĂŒr mich Fragen und meine Preisverhandlung.

Dann kaufte ich das Teil und war froh, endlich eine Jacke zu haben, die mich zumindest etwas warm hĂ€lt. Und ein brauchbares Andenken an SĂŒdkorea ist es heute auch noch (außer das ich inzwischen leicht zugenommen habe und die Jacke nicht mehr 100% passt). Danach sind wir vor das GebĂ€ude und haben uns noch einen Kaffee und ein paar koreanische Snacks geholt. Ich liebe ja diese kleinen StraßenverkĂ€ufer, die in Seoul an jeder Straßenecke stehen, wo viele Menschen vorbeikommen (z.B. Metrostationen oder eben KaufhĂ€user). Der “Hot Dog Korean Style” hatte es mir besonders angetan. Eine am Stiel befestigte normale Wurst, ummantelt von einer dicken Schicht Panade, mhhh lecker! Perfekt um es “2 go” zu essen und es macht fĂŒr eine Zeit lang auch satt. Solche kleinen Snacks gab es massig bei diesen StraßenverkĂ€ufern. Und an manchen StĂ€nden konnte man sich sogar in einem geheizten Mini-Zelt zum Essen kurzzeitig unterstellen.

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Am nĂ€chsten Tag sind wir zusammen zum “N Seoul Tower”, dem Fernsehturm von Seoul. Er ist 236,7 m hoch und besitzt zwei innere, öffentlich zugĂ€ngliche Aussichtsplattformen, eine offene Terasse und ein Drehrestaurant. Er liegt auf dem Berg “Namsan” und wird deshalb auch oft Namsan Tower genannt. Man kann entweder per Seilbahn zum Eingang fahren oder einfach, so wie wir, hochlaufen. Noch unterhalb des Namsan rief Dawoom ihre Mutter per Videoanruf an, da ihre Mutter mich auch mal sehen wollte:) Dann sind wir erstmal ein StĂŒck hoch gelaufen, bis wir beim Eingang des Turms waren. Mit dem Aufzug ging es dann hoch auf die Aussichtsplattform. Dort machten wir, wie ĂŒblich, Fotos und erlebten Seoul von oben und bei AbenddĂ€mmerung. Amazing! Absolutes Großstadtfeeling! Auf der Außenterasse des Tower, den Stegen entlang, befinden sich etliche Liebesschlösser. Den Brauch gibt es ja auch in Deutschland, aber so viele Schlösser auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen!

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Irgendwann sind wir dann wieder runtergelaufen und mit der Metro zurĂŒck in die City gefahren. Als Fahrkarte kauft man hier Chipkarten, die aufgeladen werden. Um zum Bahnsteig zu kommen, gibt es elektronische Drehkreuze/Schranken, die durch die Chipkarte entriegelt werden können. Dabei wird man dann zunĂ€chst eingebucht und dort, wo man dann aussteigt, muss man nochmal durch die elektronischen DurchgĂ€nge und wird ausgebucht. Anhand dessen weiß das System dann auch, welche Strecke man gefahren ist und wie viel Geld von der Karte abgebucht wird. Auf die Karten wird bei Kauf ein Pfand erhoben, somit können die Karten an den Fahrkartenautomaten auch wieder retourniert werden.

Am spĂ€teren Abend haben wir uns dann aber nochmal getroffen. Dawooms Freunde wollten mich kennenlernen und deshalb sind wir alle zusammen koreanisch essen gegangen. Wir verabredeten uns irgendwo in Seoul, ich weiß gar nicht mehr genau wo. In irgendeiner Gegend, wo nachts viel los ist. ZunĂ€chst traf ich mich mit Dawoom, dann sind wir zusammen zum Treffpunkt. Dort warteten auch schon ihre beiden Kollegen. Der eine hieß 였섞Ʞ (europĂ€ischer Name lautet Seagi Oh) und den Namen des anderen weiß ich leider nicht mehr. Sie waren sehr freundlich, sie hatten mir und Dawoom wĂ€hrend sie auf uns warteten einen koreanischen Hot-Dog geholt, weil sie wohl von Dawoom wussten, dass ich den so gerne mag. Dann bin ich den drei eigentlich auch nur gefolgt, denn sie waren es, die sich hier auskennen. Sie fĂŒhrten mich in ein ihnen bereits bekanntes koreanisches Restaurant, das relativ nobel aussah und es laut ihren Angaben auch war.

Seagi konnte ein bisschen englisch sprechen, nicht viel, aber zumindest ein wenig. Der andere koreanische Freund leider gar nicht. Aber der war eh einer der Sorte “gemĂŒtlich”. Etwas pummelig und ziemlich zurĂŒckhaltend und ruhig. “Soju” trinkmĂ€ĂŸig aber gut dabei! Seagi hingegen war ziemlich offen und war ziemlich interessiert an mir. Ich glaube er fand es sehr spannend jemanden aus Europa kennen zu lernen. Andersrum war es ja nicht anders. Ich fand es super, wieder (“wieder” auf Grund meiner Zeit bei Andy in Darwin) mit wirklich einheimischen Koreanern aus Seoul unterwegs zu sein. Nur so lernt man die wirkliche Kultur und Informationen abseits des Tourismus kennen. Es gab verschiedene koreanische Köstlichkeiten, die auf einer großen Platte mitten auf dem Tisch, zum Teil auf dem Tisch selber erst zubereitet, platziert wurden. Jeder nahm sich dann etwas von dem Hauptteller auf seinen Teiler. Dazu gab es natĂŒrlich viel Soju und die Stimmung war echt gut.

Der Kellner machte auch ein Foto von uns. Als wir dann gehen wollten, weigerten Seagi und die anderen sich, mich auch einen Teil zahlen zu lassen. Ich sei eingeladen, sagten sie mir. Ich war wirklich ĂŒberrascht von dieser unglaublichen Gastfreundschaft, die Sie mir gegenĂŒber pflegten. Ich mein, die beiden Jungs kannten mich vorher nicht einmal, begrĂŒĂŸten mich aber gleich mit einem Hot-Dog und luden mich dann auch noch zum Essen ein. Dabei waren sie wirklich die ganze Zeit freundlich und sehr interessiert an mir. Als wir dann noch ein bisschen durch die Gassen zogen, es war noch viel los draußen, wollten sie auch unbedingt Fotos mit mir. Dieses Interesse an mir fĂŒhlte sich toll an. Gegen Mitternacht oder so trennten sich dann unsere Wege wieder und wir vereinbarten, ĂŒber Facebook und Co. in Kontakt zu bleiben. Leider scheiterte ein zweiter Versuch die Tage darauf noch einmal Abendessen zu gehen.

 

In meinem Hostelzimmer war nun eine Koreanerin eingezogen. Sie konnte gut Englisch sprechen und erzĂ€hlte uns, dass sie irgendwo aus Korea kommt, sich aber als Stewardess bei einer Fluggesellschaft in Seoul beworben hatte und fĂŒr das VorstellungsgesprĂ€ch ein, zwei NĂ€chte nach Seoul gekommen ist.

Am vorletzten Tag traf ich mich nochmal mit Dawoom, weil wir zusammen in den Lotte World Freizeitpark fahren wollten.. Lotte World ist der grĂ¶ĂŸte Indoor-Freizeitpark der Welt, der aber sowohl einen Indoor (“Adventure”), als auch einen Außenbereich namens “Magic Island” hat. Lotte World gehört zu Lotte, einem riesen, koreanischen Konzern, der in mehreren Sparten tĂ€tig ist. Vor allem die gigantischen Lotte KaufhĂ€user gibt es inzwischen weltweit. Aber auch in den Bereichen Nahrungsmittelindustrie, Elektroindustrie, IT Dienstleistungen, Hotellerie, Finanzdienstleistungen, Chemieindustrie und im Maschinenbau ist Lotte tĂ€tig.

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Der Name Lotte klingt nicht wirklich koreanisch und das ist er auch nicht. Der Name ist deutsch! Lotte GrĂŒnder Shin Kyuk-Ho war Goethe Fan und besonders von Charlotte (“Lotte”), einer Hauptfigur in Goethes Roman “Die Leiden des jungen Werthers” begeistert. So kam es dann zum Namen dieses Weltkonzerns.
Der Eingang zum “Park” befand sich quasi mitten in der B-Ebene der gleichnamigen Metrostation. Und Metrostationen sind in Seoul eh ein Thema fĂŒr sich. Die sind alle noch viel grĂ¶ĂŸer, als ich sie bisher je gesehen hatte. Aber ist ja auch klar, Seoul ist voll von Menschen! kein Wunder, dass eine Station mal locker 14 verschiedene Ein-und AusgĂ€nge in alle möglichen Richtungen hat. Die B-Ebenen von den hiesigen Metrostationen waren im Prinzip eigene kleine Welten. Hier gab es allerlei GeschĂ€fte und Handel.

Der Bahnsteig der Metro ist hier zusĂ€tzlich abgesichert. Man kann somit nicht einfach aufs Gleis. An der Einstiegskante des Bahnsteigs ist nĂ€mlich eine durchgezogene Glasfront, also eine Art Mauer. Man lĂ€uft also gegen eine Glasscheibe, wenn man einfach aufs Gleis runtersteigen wollen wĂŒrde. Es gibt aber alle paar Meter TĂŒren. Diese gehen aber nur auf, wenn ein Zug gerade an der Station hĂ€lt. Der Zug hĂ€lt also mit seinen TĂŒren genau passend an den GlastĂŒren des Bahnsteigs. Dann werden beide TĂŒren geöffnet und die Passagiere können ein- und aussteigen. Das ist ziemlich gut gelöst.

Lotte World hat viel Spaß gemacht, vor allem meine Lieblingsattraktion: der Freefall Tower. Dawoom traute sich leider nicht, deshalb bin ich alleine gefahren. Neben mir saß eine junge Koreanerin, die mit ihren Freunden unterwegs war. Sie guckte mich ein paar Mal an, lĂ€chelte und sprach koreanisch, zum Teil zu mir, zum Teil zu ihren Freuden. Sie war total aufgeregt und schrie als wir oben in der Luft hingen wie wild um sich. Vor lauter Angst gepaart mit guter Laune hielt sich an meinem Arm fest und rief mir hysterisch irgendwas zu. Ich verstand natĂŒrlich nichts, aber das war ja nicht schlimm. Diese Asiaten sind einfach zu lustig, wenn sie aufgeregt und in ihrer Sprache untereinander sprechen. Wir waren einige Stunden in Lotte World unterwegs. Dabei fiel mir auf, das Dawoom alle paar Minuten auf ihr Smartphone schaute und mit ihren Freunden schrieb. In Korea nutzt man untereinander hauptsĂ€chlich Kakao Talk, nicht WhatsApp. So wie in Russland zum Beispiel auch Facebook nicht das grĂ¶ĂŸte soziale Netzwerk ist, sondern“VKontakte”.

Generell schien mir in Korea die Technologie sehr weit zu sein. Das hatte mir Louis einst in Sydney auch mal gesagt, doch ich belĂ€chelte das eher. Aber Korea war tatsĂ€chlich deutlich modernisierter in Infrastruktur und Unterhaltungselektronik. Jemanden mit einem Smartphone so groß wie ein Tablet telefonieren zu sehen (was ziemlich schrĂ€g aussieht), war keine Seltenheit.

Die letzten Tage bin ich dann noch ein bisschen allein umhergezogen, war in einer anderen, riesigen Markthalle, die wirklich unfassbar groß war, in der leider aber fĂŒr mich nur unbrauchbare Klamotten und Krimskrams verramscht wurden. An dem Treppenaufgang einer Metrostation kaufte ich mir bei einer StraßenhĂ€ndlerin noch ein Seoul T-Shirt als Souvenir fĂŒr Deutschland. Auch einen koreanischen Subway hatte ich in dieser riesigen Metropole zufĂ€llig ausfindig gemacht. Die australischen Sub’s waren ja wirklich noch OK und unseren europĂ€ischen recht Ă€hnlich, aber diese Teile schmeckten wirklich einfach anders. Kurz vor Abreise aus Korea besorgte ich noch einen koreanischen Zitronentee und eine Flasche koreanischen “Soju”. Zusammen mit dem “Fiji Water” und dem “KnabbergebĂ€ck aus Fiji” ergab das mein “Mitbringsel-Paket” fĂŒr meine Mutter zum Geburtstag:)

Nun war auch meine Woche in SĂŒdkorea so langsam rum und am letzten Morgen ging ich runter zur Rezeption, um auszuchecken. Die Jungs bekamen ja auch noch Geld von mir. Leider war nur niemand da. Ich wartete noch gut 45 Minuten, vertrieb mir die Zeit am PC. Irgendwann schrieb ich dann aber einen Zettel, entschuldigte mich und bat um VerstĂ€ndnis, da ich wirklich gehen musste. Ich machte mich auf zum Flughafen nach Incheon und gab mich dem inzwischen normal gewordenem Prozedere hin: GepĂ€ckaufgabe, Sicherheitskontrollen etc.
Im Passagierbereich angekommen, hatte ich noch gut 2 Stunden Zeit. Ich ging einen Kaffee trinken und setzte mich dann in eine öffentliche Lounge mit kostenfreiem WLAN, wo aber auch kostenfrei Laptops zum Surfen zur VerfĂŒgung gestellt wurden. Dort verbrachte ich dann noch einige Zeit, bis ich dann endlich ins Flugzeug durfte.

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10 weitere Stunden Flugzeit waren dann endlich irgendwann ‘rum – ich natĂŒrlich super aufgeregt und zugleich glĂŒcklich wieder in meiner Heimat zu sein. Mit meiner Mutter hatte ich vereinbart, dass mich bitte nur sie und ein, zwei andere ganz normal abholen kommen und keine peinlichen Abholaktionen gestartet werden. Vom Flieger ging es dann die ĂŒblichen kilometerlangen Wanderwege am Fraport zur GepĂ€ckausgabe. Dieses GefĂŒhl, wenn alle um dich herum wieder deine Muttersprache sprechen und dir jedes Schild und alles so vertraut vorkommt, war einfach toll. Also ich dann durch den Zollausgang durch bin, sah ich direkt schon meine Mutter, meine Tante & Co mit einem tollen selbst gebasteltem Transparent “Welcome Tob(y)”, das sie wild gestikulierend nach oben hielten. Peinlichkeitsfaktor = 100% :) (Aber war ja lieb gemeint!)

Ich begrĂŒĂŸte alle und freute mich natĂŒrlich schon, konnte das aber wahrscheinlich nicht unbedingt zeigen. Relativ unmittelbar haben wir uns dann auf zwei Autos aufgeteilt und waren beim „Marjan“ (-> jugoslawisches Stamm-Restaurant) am Frankfurter SĂŒdbahnhof erstmal lecker essen. Als wir spĂ€ter dann daheim waren, musste ich unbedingt erstmal kurz mein Auto ausfahren. Es fĂŒhlte sich an, wie das erste Mal nach der Fahrschule alleine mit dem Auto zu fahren. Mein Bett war von Mama frisch bezogen und schön her gerichtet worden. Ich schlief die Nacht seeehr gut und das GefĂŒhl, sein eigenes, vor allem vertrautes Zimmer zu haben, in dem Nachts auch ganz sicher niemand rein kommt, war ein wirklich wunderbares und inzwischen fast vergessenes GefĂŒhl geworden. Die nĂ€chsten Tage verbrachte ich erstmal mit der Eingewöhnung an zu Hause. Ziemlich bald setzte ich mich aber schon an die ersten Bewerbungen um einen neuen Job, denn ich brauchte echt dringend Kohle.

 

Das war nun also mein Auslands-Abenteuer.

Es kam nun doch ein richtiges, kleines Buch heraus, aber es gibt halt auch so unendlich viel zu erzĂ€hlen. Wie du sicher gemerkt hast, war ich letztlich doch recht faul, und habe eher „getravelt“, als „geworked“. Ich ließ es mir vor allem zu Beginn meiner Zeit in Australien ziemlich gut gehen und musste deshalb spĂ€ter einige Dinge doch von meinem Plan streichen. Eine Fahrt mit dem „Ghan“, der Zug, der von Darwin durchs Outback bis runter nach Aidelade fĂ€hrt, und dabei vier Klimazonen und 22,5 Breitengrade durchquert, hĂ€tte ich z.B. gerne noch gemacht. Man fĂ€hrt dabei 2979 km ist dafĂŒr ungefĂ€hr 2 Tage lang im Zug unterwegs. Aber das ging dann finanziell leider nicht mehr.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Buch jedem, der es tatsĂ€chlich gelesen hat, meine Erlebnisse und meine Zeit im Ausland so auf interessante Weise nĂ€herbringen. Und obwohl mein Erlebnisbericht nun doch so viele Seiten hat, habe ich ganz sicher noch viele, viele Sachen vergessen. Ja, wirklich! Zum einen, weil ich so unglaublich viel erlebt habe und dann den dummen Fehler gemacht habe, ĂŒber meine erlebten Tage kein Tagebuch zu schreiben. Somit vergisst man viele Dinge und Details aus dem Alltag vor Ort, die es eigentlich wert wĂ€ren, fest gehalten zu werden. Zum anderen aber, kann ich viele erlebte Momente und GefĂŒhle nicht in Worte fassen. Ihr mĂŒsst einfach selber den Mut packen und in die Welt hinausgehen, um die Dinge, die ich erleben durfte, wirklich nachempfinden zu können. Und das ist es, was ich jedem in Zukunft raten werde: Nach der Schule einfach seine sieben Sachen packen und abhauen. Man lernt so unfassbar viel dabei und die Erfahrungen kann einem keiner mehr nehmen. Leider konnte ich zwei Dinge, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte, dann doch nicht verwirklichen: einen richtigen, lĂ€ngeren Outback Trip fernab jeglicher Bevölkerung und Camping am Strand. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich das ja doch noch einmal irgendwann?

Abschließend zu erwĂ€hnende Dinge:

  • 2012 wĂŒtete Zyklon Evan mit ĂŒber 270 km/h ĂŒber den Fiji Inseln und auch Malolo Island wurde dabei ziemlich zerstört und musste an vielen Stellen restauriert werden.
  • Das verloren geglaubte PĂ€ckchen von meiner Mutter und Co zu meinem Geburtstag im Oktober 2010 kam ziemlich unverhofft im Sommer 2011 zerdetscht und bearbeitet zu Hause an.
  • 2011 hat doch tatsĂ€chlich die erste Cotton On Filiale in Berlin eröffnet. Inzwischen gibt es noch weitere in Berlin und auch noch jeweils eine Filiale in Essen und in Oberhausen.
  • Die „Work & Travel Company“ ist 2012 aus der 234, Sussex Street in die 750m entfernte 59, Goulburn Street umgezogen.
  • Meine SteuerrĂŒckerstattung schleppte ich bis nach Deutschland mit mir mit. Laut supertaxrefunds sollte ich nun selber mal beim australian taxation office (also bei der Steuerbehörde) anrufen und nachfragen. Allein das fand ich schon ganz schön nervig, immerhin werben sie damit auf der Website, dass eben sie beim ATO anrufen, sollte es irgendwelche Probleme geben. War mir dann aber alles zu blöd
Ich rief also eines frĂŒhen Morgens in Canberra an und schilderte den ganzen Sachverhalt mit dem Zusenden von Unterlagen an supertaxrefunds und das die mir nun sagen, dass das taxation office noch eine Unterschrift von mir möchte, ich aber bis dato nie irgendeine Nachricht vom taxation office erhalten habe und deshalb nun vermutlich alles schon seit Wochen ruht. Das Telefonat war witzig: man wurde gefragt, woher man anruft und dann wurde automatisch eine Konferenz geschaltet: die Sachbearbeiterin meines Steuerfalles, eine Übersetzerin, die von englisch ins deutsche und vom deutschen ins englische ĂŒbersetzte und ich. Schlussendlich sendete man mir nochmals ein Dokument per E-Mail, das ich nochmal unterschreiben und zuscannen musste. Wenige Wochen spĂ€ter erhielt ich dann endlich meine Steuern zurĂŒckerstattet. Ich versuchte noch einen Rabatt bei supertaxrefunds rauszuschlagen, da ich mit der ganzen Bearbeitung meines Steuerfalles nicht zufrieden war und das ja nun locker mal 3 Monate oder so gedauert hat, aber die hatten bei der Überweisung auf mein Bankkonto ihr Honorar natĂŒrlich schon in voller Höhe abgezogen.
  • Am 26. Juni 2013 wurde Julia Gillard als Vorsitzende der Australian Labour Party abgewĂ€hlt. Sie verkĂŒndete in diesem Zusammenhang ihren RĂŒckzug aus der Politik. Vorsitzender der Partei ist nun Kevin Rudd, der schon 2006-2010 in diesem Amt war, dann aber fĂŒr 3 Jahre von Julia Gillard, der ersten weiblichen Regierungschefin von Australien, abgelöst worden war. Am 07.September 2013 wurde im Rahmen der Parlamentswahl in Australien die bis dato regierende Labour Partei von den BĂŒrgern abgewĂ€hlt und Tony Abbott von der Liberal Party of Australia zum neuen Premierminister gewĂ€hlt. (Labour Partei & Liberal Party of Australia sind die zwei grĂ¶ĂŸten Parteien in Australien). Tony Abbott war in der Zeit von Julia Gillard ihr grĂ¶ĂŸter politischer Feind, dem sie unter anderem Sexismus und andere Gemeinheiten (z.B. „Ditch the Witch“ -> „schmeißt die Hexe weg „ / „werdet die Hexe los“. Tony entwarf ein Plakat mit einer Hexe auf einem Besen. Julia Gillard ist rothaarig. ) vorwarf. Sein mitunter aggressives Auftreten und seine Vergangenheit als Priesterseminarist brachten ihm den abwertenden Spitznamen „Mad Monk“ (verrĂŒckter Mönch) ein. Die Wahlbeteiligung liegt meist bei ca. 95%. Das liegt an der dort vorhandenen Wahlpflicht. Da im ersten Weltkrieg so viele Australier gefallen sind, sah man es als eine Verpflichtung an, die hart erkĂ€mpfte Freiheit und Demokratie dringend wahrzunehmen und fĂŒhrte deshalb die Wahlpflicht ein. Wer 1x nicht wĂ€hlen geht, muss $AUD 20.00 bezahlen, wer sich mehrfach dem Wahlgang entzieht, könnte offenbar sogar mit GefĂ€ngnisstrafe rechnen. Doch soweit kommt es wohl nie, laut meiner Recherche werden einfach weiter Geldstrafen verhĂ€ngt.
  • Alex aus Mauritius hat Darwin (& Andy) irgendwann nach mir auch verlassen und war dann recht lange in Sydney unterwegs. Dann war er irgendwie ganz außerhalb Australiens und inzwischen ist er laut eigener Aussage wieder in Australien unterwegs. Auch andere wie z.B. Saki, die ich in Melbourne kennengelernt hatte, ist andauernd irgendwo in der Welt unterwegs. Zuletzt machte sie eine Europa-Rundreise.