Seit wann hast du das Thema Reisen zum Schwerpunkt deiner Arbeit gemacht und wie kam es dazu?

Während meines Studiums habe ich Praktika und Freiwilligendienste im Ausland absolviert und diese mit meinen Backpacker-Trips kombiniert. Im beruflichen Kontext war ich dann als Redakteur immer wieder für Recherche-Reisen zu Artikeln im Ausland, habe mir Organisationen und Projekte angeschaut und hospitiert. Vor einigen Jahren habe ich dann mein Auslandsportal people-abroad.de (www.people-abroad.de) gegründet als Info-Börse für Auslandsaufenthalte. Später kam dann der Reiseblog dazu. Seit drei Jahren bin ich nun auch als Reiseblogger unterwegs und nehme an Presse- und Bloggerreisen teil. Das Reisen und Arbeiten ist für mich oft nicht zu trennen, was für mich aber in Ordnung ist.

Wie oft bist du im Jahr im Ausland als Blogger und privat unterwegs?

Das ist unterschiedlich und – wie schon beschrieben – oft eine Kombination aus Arbeits- und Privatreise. Vor einigen Jahren war ich länger und meist für einige Wochen am Stück unterwegs. Momentan bin ich öfter auf Reisen als früher, dafür aber für kürzere Trips und häufiger in Europa. Und ich bin, neben meinen Reisen ins Ausland, sehr gerne und auch häufig in Deutschland unterwegs. Auch als Blogger erkunde ich gerne das Reiseland Deutschland mit seinen vielen regionalen Besonderheiten. Wenn man die Reisen im In- und Ausland zusammen rechnet, bin ich pro Monat ein bis zwei mal unterwegs.

Hast du Lieblingsziele und welche Länder kannst du empfehlen?

Am liebsten reise ich in Europa und Asien. Die europäischen Länder sind so vielfältig und es gibt einfach tolle Ziele für Städtereisen. Früher bin ich immer in den Süden gefahren und war oft am Mittelmeer. In den letzten Jahren habe ich den Norden für mich entdeckt. Norwegen, Finnland und Island haben mir richtig gut gefallen, ebenso die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen im Osten. Und Asien fasziniert mich immer wieder auf’s Neue: Indien, Nepal und Indonesien sind spannende Kulturen und tolle Reiseländer. Man kommt leicht mit Einheimischen in Kontakt, weil sie meist sehr offen und neugierig sind und das Essen in Asien ist fast immer sehr lecker. Zwei Länder, bei denen ich die Leute auch extrem gastfreundlich finde und in denen man im Alltag leicht ins Gespräch kommt, sind Kanada und die USA. In beiden Ländern habe ich mich – wenn man mal von der Einreiseprozedur in den USA absieht – als Gast sehr willkommen gefühlt. Small Talk, im positiven Sinne gemeint, gehört da einfach dazu und das macht es sehr angenehm im Land unterwegs zu sein.

Welchen Tipp würdest du Work-and-Travel-Reisenden mit auf ihren Trip geben?

Aus eigener Erfahrung würde ich empfehlen, den Reiseplan nicht zu voll zu packen. Ich kann verstehen, dass man die Zeit im Ausland optimal nutzen möchte, um sich möglichst viel anzuschauen. Aber zehn Orte in drei Wochen besuchen zu wollen oder ähnlich vollgepackte Reiserouten, davon würde ich abraten. Weniger ist beim Reisen einfach mehr. Lieber einige Orte bzw. Städte von der Liste streichen und dafür länger an einem Platz bleiben. Die Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen nach einer Reise sind dann einfach intensiver. Ich spreche da aus eigener Erfahrung: ich hatte mal den kühnen Plan in vier Wochen Australien und Neuseeland zu bereisen. Die klassische Falle, weil ich dachte der weite Flug müsse sich auch lohnen. Mir ist dann von mehreren Seiten abgeraten worden. Ich habe dann Neuseeland von meiner Liste gestrichen, war für knapp vier Wochen in Australien und bin heute noch froh über diese Entscheidung. Mein Tipp: den Reiseplan nicht zu voll packen und genügend Freiraum lassen für spontane Entdeckungen vor Ort. Die spontanen Entdeckungen und Begegnungen mit Leuten sind oft die besten Momente während einer Tour. Die bleiben dann oft auch viel besser im Gedächtnis und sind wichtiger als die klassischen touristischen Hightlights eines Landes, die man auf seiner To-do-Liste abhakt.

Welches Land, welchen Ort möchtest du unbedingt noch bereisen?

Auch wenn ich mittlerweile in 65 Länder gewesen bin, gibt es noch so viele Länder, Regionen und Orte, die ich gerne noch bereisen würde. Japan, Vietnam, Südafrika und die Mongolei gehören dazu. Auch New Orleans und Algier würde ich gerne mal besuchen. Und es gibt noch drei europäische Länder, in denen ich noch nicht gewesen bin und die mir noch auf meiner Bucket List fehlen: Moldawien, Weißrussland und die Ukraine.

Link zum Auslandsportal: https://www.people-abroad.de
Link zum Reiseblog: https://www.people-abroad.de/blog

Der Work and Travel Flug ist gebucht – doch was darf an Gepäck nun wirklich mit in den Flieger? Diese Frage ist nicht nur beim Kofferkauf wichtig, sondern auch beim Packen. Welche Koffergröße ist die richtige? Wir helfen bei der Klärung und erläutern, wie hoch das Freigepäck der Fluggesellschaften ist und welche Koffergröße erlaubt ist.

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Wanderrucksack

Für einen Work-and-Travel-Aufenthalt in einem fremden Land, aber auch für Urlaube, in denen du die Landschaft erkunden möchtest, ist ein Wanderrucksack das perfekte Gepäckstück. Es gibt sie von unzähligen Anbietern und in vielen verschiedenen Größen und Farben. Hier findest du einige Tipps, was du beim Kauf beachten solltest.

Wohin geht die Reise?

Wirst du lange unterwegs sein oder bist du nach drei Wochen wieder daheim? Verbringst du deine Zeit in warmen Gefilden oder im hohen Norden? Wirst du von einem festen Standort aus Tagestouren unternehmen oder die ganze Zeit auf Tour sein? Von diesen Dingen hängt grundsätzlich schon einmal die Entscheidung für die richtige Größe ab. Shorts und Shorts nehmen weniger Platz weg als Winterpullis und dicke Stiefel zum Wechseln. Und wenn du nur Tageausflüge machen möchtest, musst du nicht immer all dein Hab und Gut mit dir herumtragen, das behindert dich nur.

Es gibt Wanderrucksäcke in verschiedenen Größen

Kleine Rucksäcke, die 25 bis 30 Liter fassen, kannst du gut auf Tagestouren mitnehmen. So hast du dabei, was immer du zwischendurch brauchen kannst. Rucksäcke zwischen 30 und 50 Liter werden für Backpacker interessant, die länger unterwegs sein möchten. Um hier deine ganze Habe unterzubringen, musst du aber mit einigermaßen leichtem Gepäck reisen. Vor allem erfahrene Backpacker steigen gern von größeren Modellen auf dieses Volumen um: Sie wissen, was letzten Endes doch nicht notwendig ist, und schätzen es, so wenig wie möglich durch den schweren Rucksack behindert zu sein.

Viele Backpacker kaufen zunächst Rucksäcke, die 60 bis 75 Liter fassen. Darin kannst du eine Menge verstauen, aber achte darauf, dass du das Gewicht noch gut tragen kannst! Von Rucksäcken mit 90 Litern Fassungsvermögen solltest du absehen, die sind vollgepackt deutlich zu schwer, um sie bequem tragen zu können.

Was heißt +10?

Oft findest du die Angabe, dass der Rucksack etwa „50l +10l“ fasst. Die zehn Liter sind das, was zusätzlich noch in die Seitentaschen passt, wenn du das Hauptfach des Rucksacks schon befüllt hast.

Wann ist der Rucksack zu schwer?

Grundsätzlich gilt für Backpacker: Je leichter, desto besser. Du wirst schließlich sehr viel Zeit mit diesem Rucksack auf deinem Rücken verbringen müssen. Es gibt aber einige Faustregeln, an denen du dich orientieren kannst: Als normaler, nicht außergewöhnlich trainierter, gesunder Mensch solltest du nicht mehr als ein Viertel deines Körpergewichts tragen. Andere Regeln nennen genauere Gewichte: Für Männer reichen 16 Kilogramm locker aus, für Frauen zwölf. Natürlich kannst du auch 20 Kilogramm einpacken, aber bedenke, dass du den Rucksack für lange Zeit tragen wirst. Auf die Dauer wird so viel Gewicht unbequem.

Darum nie allein online kaufen

Ob ein Rucksack zu dir passt und bequem sitzt, kannst du online unmöglich feststellen. Dafür solltest du in einen Outdoor-Laden gehen und verschiedene Rucksäcke aufprobieren. Du kannst dich hier auch unverbindlich beraten lassen. Häufig ist es möglich, den Rucksack mit etwas Gewicht zu beladen. So kannst du spüren, wie es sich verteilen wird.

Ein guter Trekkingrucksack verlagert das Gewicht überwiegend auf die Hüfte. Nur etwa ein Viertel bis ein Drittel des Gewichts sollte auf deinen Schultern ruhen. Damit das tatsächlich so funktioniert, musst du die richtigen Einstellungen vornehmen. Das lässt du dir am besten auch im Geschäft zeigen. Du kannst bei vielen Modellen die Länge des gepolsterten Rückenteils an die Länge deines Oberkörpers anpassen. Die Träger sollten so breit sein, dass sie das Gewicht angenehm auf deinen Schultern verteilen, ohne einzuschneiden, und doch so schmal, dass sie dich beim Bewegen nicht stören.

Der Hüftgurt sollte ebenfalls gut gepolstert sein und sich an deine Körperform anpassen lassen. Schließe auch den Gurt über der Brust und probiere aus, wie er sich auf die Balance des Gewichts auswirkt. All diese Dinge kannst du nicht ausprobieren, wenn du nur online suchst. Das heißt aber nicht, dass du dich nicht im Vorfeld informieren solltest: Gehst du ganz ahnungslos ins Geschäft, kann dir ein tüchtiger Verkäufer Modelle aufschwatzen, die du gar nicht brauchst.

Für Männer oder Frauen?

Viele Trekkingrucksäcke sind nicht extra für Männer oder Frauen konzipiert. Manche Hersteller allerdings bieten inzwischen auch extra Rucksäcke für Frauen an. Sie sind etwas schmaler geschnitten als die anderen Modelle und eignen sich für kürzere Oberkörper. Tatsächlich freuen sich auch manche Männer über diese Sondermodelle: Haben sie schmale Schultern, passen diese „Frauenrucksäcke“ oft deutlich besser als die genderneutralen Modelle.

Der Aufbau des Wanderrucksacks

Die meisten Trekkingrucksäcke verfügen unten über ein Fach für den Schlafsack, dann über ein großes Fach, das sich über die Länge des Rückens erstreckt, und noch einmal über ein kleines darüber. Ob du weitere Fächer an den Seiten haben möchtest, ist Geschmackssache: Je mehr du außen an deinem Rucksack anbringen möchtest, desto leichter bleibst du irgendwo hängen. Andererseits ist es schön, beispielsweise eine Wasserflasche griffbereit zu haben.
Viele Wanderrucksäcke werden aus einem Gemisch aus Polyamid und Polyester hergestellt. Achte darauf, dass die einzelnen Teile gut vernäht sind und dass das Material Wasser abweisend ist. Du solltest zwar zusätzlich noch einen Regenschutz kaufen, den du darüber ziehen kannst, aber Wasser abweisendes Material sorgt dafür, dass du zum Beispiel auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, bei Nieselwetter oder in starkem Nebel angenehm trockene Kleidung auspackst.

Mehrere Zugriffsmöglichkeiten

Schlichte Rucksäcke befüllt du von oben, und auch nur von oben kommst du an all deine Sachen. Viele neuere Modelle bieten dir aber auch die Möglichkeit, den Rucksack auf den Rücken zu legen und wie einen Koffer zu öffnen, oder du hast einen weiteren seitlichen Reißverschluss. Sehr praktisch – so musst du nicht immer alles auspacken.

Marken und Preise

Es gibt inzwischen sehr viele namhafte Anbieter hochwertiger Wanderrucksäcke. Allerdings gibt es auch gute Rucksäcke von weniger bekannten Herstellern, oder die teuren Modelle der bekannten Marken bleiben hinter den Erwartungen zurück. Lies dir also am besten online einige Bewertungen und Erfahrungen von Backpackern durch. So weißt du schon in etwa, wonach du suchen musst, wenn du das Outdoor-Geschäft besuchst. Häufig liest du den Ratschlag, dass Modelle zwischen 100 und 200 Euro gute Dienste leisten. Lass dir Zeit bei der Auswahl, denn ein guter Wanderrucksack kann dich über viele Jahre hinweg begleiten! Einen Einstieg bietet z.B. der der Vergleich von Treckingrucksäcken von Ousuca.