Ein absolutes Muss, wenn man im Northern Territory ist, ist der Besuch des Kakadu und des Litchfield National Parks. Ich wollte keine Tour buchen, da die mal wieder sehr teuer waren. Also wagte ich den Versuch, schaute auf den schwarzen Brettern in den Hostels und auch auf einer Internetplattform namens Gumtree. Dort fand ich ein Inserat einer deutschen namens Melina. Sie suchte noch einen Mitfahrer, um dann ein Auto zu mieten und gemeinsam in die Tour zu starten. es hörte sich gut an, deshalb rief ich an. Sie schien zunächst recht nett, ihr plumpes „pfff Proll…“, nachdem ich ihr mit „im YHA“ auf Ihre Frage, in welchem Hostel ich denn sei antwortete, lies mich zunächst noch schmunzeln. Wir verabredeten uns für abends 19.30 vor dem Hostel. Melina war ein blondes “Dickerchen” aus dem Ruhrpott.

 

Begleitet wurde sie von Marco, einem dürren, leicht streberhaften „9x malklugen“ Veganer und einer anderen, etwas ruhigeren jungen Dame, namens Danica. Wir setzen uns an den Pool des YHA und ich befand mich ernsthaft in einer Art Bewerbungsgespräch um den Platz im Auto. Melina war sehr dominant und war ernsthaft interessiert daran, welchen Schulabschluss ich denn habe und was meine weiteren Pläne denn so sind. Jedenfalls schien ich es geschafft zu haben und ich durfte mitfahren. Für 30 Min später waren wir in einer Bar in der Mitchell Street mit noch einem anderen Deutschen verabredet. Es war Chris und er schien sehr sympathisch. Er war auch eher ruhig und machte auf mich sofort den typischen „Zivi-Typ mit Brille“ Eindruck. Locker und gelassen, dabei offen für vieles und verständnisvoll. Wir tranken ein paar Jugs Bier, danach ging jeder wieder in sein Hostel und wir verabredeten uns für den Tag darauf, um im Tourist-Office Informationen über die Nationalparks und Anreise herauszufinden. Mir wurde immer klarer, dass Melina nicht ganz so einfach ist und ich mich vielleicht doch nach anderen Reisepartnern umsehen sollte. Doch dann hatte ich die Idee einfach Laura mit einzuladen. Ich brachte Sie also auch mit zu unserem Treffen und stellte sie vor. Auch bei ihr kamen die typischen Fragen nach Abschluss und Zukunft, Vergangenheit etc. Laura wurde immer ruhiger und merkte auch, was für eine Person Melina war. Leider konnte ich sie deshalb nicht zum Mitfahren überreden und musste da wohl alleine durch. Wir hatten alle nötigen Infos und gingen dann noch zu ein paar Autovermietungen. Letztendlich aber verabredeten wir uns für den nächsten Tag um 8.30 Uhr, um ein Auto wirklich zu mieten.

 

Natürlich mussten alle 5, nein 6 (es war noch Alexa, eine deutsche Freundin von Marco hinzugekommen) dabei sein, damit 2 von uns Ihre Unterschrift leisten können. Sinn?! Gesagt, getan hatten wir also für den Tour-Tag und einen Tag danach ein Auto gemietet. Wir hatten uns darauf geeinigt, nun doch nur eine Tages- Tour zum Litchfield Nationalpark zu machen. Eine 3-Tages-Tour mit dem Wagen war irgendwie nicht möglich. Zu teuer, Auto nicht verfügbar oder sonst was. Wir gingen alle noch zusammen in den Woolworths ein paar Sachen zu Essen und Trinken einkaufen und fuhren das Zeug dann in Marcos Hostel. Dort rechneten wir das Geld ab, anschließend gingen wir auseinander.

Der nächste Tag im Litchfield Nationalpark war, abgesehen von der Gruppe als solche, an für sich OK. Wir waren herrlich in kaltem, frischen Wasser in einem Natursee baden. Über uns riesige Steinwände. Ein Besucher wollte vor seinen Freunden scheinbar angeben und begab sich nach oben. Es waren schätzungsweise 15 Meter. Oben stand er dann erst mal eine ganze Weile, da er sich einfach nicht traute zu springen, andererseits aber auch zu stolz war, um unverrichteter Dinge wieder runterzulaufen. Die Menschen im See mit nach oben gerichtetem Blick wurden immer mehr, sodass der Druck auf ihn wohl immer größer wurde. Nach einer Stunde nahm er dann allen Mut zusammen und sprang. Der Applaus war seiner. Es folgten ein paar Naturdenkmäler, Wälder,  alte Gesteine, Lunchpause, Bäche mit frischem Erdwasser, Waldbrände in weiter Ferne. Als es dunkel wurde, fuhren wir dann langsam wieder zurück und gegen 22 Uhr kamen wir dann wieder in Darwin City an.

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