Work and Travel Neuseeland

Karte Neuseeland



Einmal nach Neuseeland zu reisen, ist der Traum vieler Menschen. Deiner auch? Dann solltest du dich um ein Work-and-Travel-Visum bemühen, denn so hast du ausreichend Zeit und Freiraum, das fantastische Land und seine herzlichen Einwohner genauer kennenzulernen. Du kannst auf die Drehorte der „Herr der Ringe“-Trilogie kennenlernen, vom Strand an den Regenwald wechseln, Fjorde und Gletscher besuchen, Mangrovenwälder durchqueren und zwischen Vulkanen wandern. Die Landschaft ist unglaublich vielfältig, beeindruckend und faszinierend. Dein Trip hierher wird dir ewig im Gedächtnis bleiben.

Beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt

Die Tier- und Pflanzenwelt in Aoteoroa ist einzigartig. Aufgrund der jahrmillionen langen Isolation der Inseln konnte die Evolution hier einzigartige Wege gehen. Die Facetten der neuseeländischen 'Countryside' sind zahlreich und die Strände erscheinen paradiesisch naturbelassen.

Klima, Reisezeitraum & Geografie


Abenteuerliche Aktivitäten

In Neuseeland werden zudem viele Abenteuer-Aktivitäten angeboten. Dazu zählen Aktionen wie Bungee, Skydive, Tauchen, Rundflüge, Höhlenwanderungen oder eine Fahrt mit dem Speed Boot. Freunde des Adrenalins kommen hier voll auf ihre Kosten.

Spannende Orte

Neuseeland bietet urbane Kultur und Livestyle. In den Großstädten Auckland, Wellington, Christchurch und Dunedin leben Menschen europäischer, polynesischer und auch asiatischer Herkunft. Auf der Südinsel erscheint die Landschaft außerhalb der Städte nahezu unbewohnt.

Auf dem neuseeländischen Arbeitsmarkt findet sich jederzeit eine Gelegenheit zu jobben. Arbeitskräfte aus dem Ausland, gerade aus Deutschland sind in Neuseeland jederzeit willkommen.

Wer darf Work-and-Travel machen?

Ab deinem 18. und bis vor deinem 31. Geburtstag darfst du das Visum beantragen, mit dem du bis zu einem Jahr in Neuseeland bleiben darfst. Du solltest nicht schwanger sein, und Kinder darfst du auch nicht mitbringen. Wichtig ist, dass du genügend finanzielle Ressourcen für den Rückflug (oder direkt dein Rückflugticket) vorweisen kannst. Außerdem musst du ein Polster von etwa 2.500 Euro auf einem Konto haben, also 4.200 Neuseelanddollar (NZD). Vorstrafen darfst du nicht haben, dafür musst du gesund sein, die deutsche Staatsbürgerschaft und einen Reisepass besitzen, der noch mindestens drei Monate nach deiner geplanten Rückkehr gültig ist. Außerdem musst du eine Auslandskrankenversicherung nachweisen können.

Deutschland und Neuseeland haben ein Abkommen, weshalb du als Deutsche/r das Work-and-Travel-Visum bestellen darfst. Österreich und Neuseeland haben dieses Abkommen nicht, lebst du hier, kannst du das Visum leider nicht beantragen.

Mit einer Organisation oder auf eigene Faust?

Es gibt viele verschiedene Organisationen in Deutschland, die dir anbieten, deinen Work-and-Travel-Aufenthalt in Neuseeland für dich zu organisieren. Sie kennen sich gut mit den Flügen aus und können dir genau erklären, wo du dich zu Beginn um Organisatorisches kümmern musst. Man hilft dir bei der Jobsuche und hat viele relevante Tipps rund um die Reise für dich parat. Du erfährst, wo du gut Autos mieten und günstige Unterkünfte finden kannst.

Gibt es Probleme während deines Aufenthalts, hast du jederzeit einen Ansprechpartner. Vielleicht ist dieser letzte Punkt sogar der attraktivste – denn tatsächlich ist es gar nicht so kompliziert, deinen Aufenthalt in Neuseeland selbst zu organisieren. Damit springst du komplett ins kalte Wasser, vor allem, wenn du direkt nach der Schule aufbrichst. Aber du erweiterst auch deinen Horizont und sprengst deine Grenzen.

Das Visum beantragen

Wenn du entschlossen bist, deinen Work-and-Travel-Aufenthalt selbst zu organisieren, musst du dich als Erstes auf der Website der Neuseeländischen Einwanderungsbehörde registrieren. Während du auf die Bestätigung deiner Registrierung wartest, legst du schon einmal deinen Perso und deinen Reisepass bereit und suchst deine Kreditkarte heraus. Bist du registriert, loggst du dich ein, klickst „Working Holiday“ an und wählst dein Land aus.

Weiter geht es mit „Apply now“. Alle Formulare, die du jetzt siehst, füllst du nach besten Wissen und Gewissen aus. Die Bearbeitungsgebühr, die sofort fällig wird, beträgt 230 NZD, also gut 141 Euro. Jetzt heißt es warten: Rund zehn Tage später solltest du deine Bestätigung per Mail bekommen. Logge dich erneut ein und lade dein Visum herunter. Der erste Schritt ist damit geschafft!

Wichtige Versicherungen

Neben deiner Auslandskrankenversicherung solltest du auf jeden Fall eine gute Haftpflicht- und eine Unfallversicherung abschließen. Da du im Ausland sowohl reisen als auch arbeiten wirst, solltest du dich hinsichtlich dieser Versicherungen noch einmal gründlich beraten lassen: Frage deinen Versicherer, was unter diesen Umständen noch abgedeckt wird, und stocke gegebenenfalls auf.

In Neuseeland angekommen

Dein Abenteuer startet in Auckland – hier bist du jedenfalls an der richtigen Adresse, wenn du noch einige organisatorische Feinheiten erledigen musst. Suche dir als Erstes ein Hostel: So hast du eine Adresse, die du angeben kannst. Und das wird schnell sehr wichtig. Du solltest nämlich mit als Erstes ein Bankkonto bei einer neuseeländischen Bank eröffnen. Dafür musst du dein Visum, deinen Pass und deine (Hostel-)Adresse angeben. Nimm auch eine Einzahlung vor und lass dir ein sogenanntes Bank Statement aushändigen, das mit Datum versehen und unterschrieben ist.

Das Bank Statement brauchst du für deine nächste Anlaufstelle: Steig in den Bus und fahre ins fünfzehn Minuten entfernte Takapuna. Hier ist der Sitz des Inland Revenue Departments, wo du deine neuseeländische Steuernummer beantragen kannst. Das Formular dafür findest du auf der Website des Departments. Du brauchst hier außerdem Scans von zweien deiner Identifikationspapiere, etwa deines Reisepasses und deines internationalen Führerscheins oder deines Reisepasses und deines Personalausweises.

Auch deine Steueridentifikationsnummer aus Deutschland scannst du vorm Losfliegen ein und nimmst sie mit. Zusammen mit dem Bank Statement reichen diese Unterlagen aus, um deine Steuernummer zu beantragen. Und wenn du die erst einmal hast, kannst du auch arbeiten.

Reisen und arbeiten im Wechsel

Natürlich willst du nicht die ganze Zeit in Neuseeland arbeiten. Aber du wirst rasch feststellen, dass Hostels, Lebensmittel, Bustickets oder Wagenmieten und die eine oder andere Feier deine Ersparnisse zusehends dahinschmelzen lassen. Schau dich also nach Jobs um. Diese können ganz verschiedener Art sein: Wenn du ein Talent als Straßenkünstler hast, kannst du dein Glück in der Cuba Street in Wellington versuchen. Und wenn du im Internet arbeitest, etwa im IT-Bereich oder als Übersetzer, findest du auf verschiedenen Plattformen interessante Angebote.

Klassische Work-and-Travel-Jobs sehen aber anders aus: Es sind Aushilfsarbeiten, die meist nach dem Mindestlohn vergütet werden, der hier bei 14,25 NZD liegt, was knapp neun Euro sind. In Städten kannst du zum Beispiel in Hostels oder Hotels Jobs als Putzkraft oder an der Rezeption finden. Auch Kellner werden immer wieder gesucht. Du kannst Hunde oder Schafe hüten, und du kannst vor allem in der Landwirtschaft tätig werden. Besonders viele helfende Hände werden während der Obsternte gebraucht: Hier werden Früchte gepflückt und verpackt. Weinbauern suchen laufend nach Kräften, die ihre Reben zu pflegen helfen, und wenn du einen starken Magen hast, kannst du zum Beispiel in der Fabrik Fische verarbeiten helfen.

Jobsuche ist gar nicht so einfach

Viele Leute, die einen Work-and-Travel-Aufenthalt planen, unterschätzen die Jobsuche dabei. Natürlich sind die Neuseeländer inzwischen an die jungen Leute gewöhnt, die vorbeikommen und mit anpacken. Allerdings sind es eben auch viele Leute aus aller Welt, und die Jobs sind begehrt. Lass dich lieber nicht darauf ein, wenn dir in Hostels Hilfe bei der Suche angeboten wird: Hier wurden einige Backpacker schon gründlich abgezockt. Besser ist es, wenn du dich auf einschlägigen Websites nach Jobs umsiehst. In Städten kannst du dich auch an Zeitarbeitsfirmen oder das Arbeitsamt wenden: Sie haben häufig Saisonjobs im Angebot. Auf dem Land gilt es als Pluspunkt, wenn du einen eigenen (oder einen Miet-)Wagen hast und dich entsprechend selbst von A nach B bewegen kannst.

Viele Arbeitgeber sehen es natürlich gern, wenn du schon Erfahrung vorweisen kannst. Wenn du gerade erst angekommen bist, kannst du das nicht. Hast du Probleme, etwas zu finden, kannst du es mit Wwoofing (World Wide Opportunities on Organic Farms) probieren. Hier wirst du zwar im Regelfall nicht bezahlt, aber du bekommst für deine Arbeit freie Kost und Logis. Die Farmer, die Wwoofer aufnehmen, sind im Normalfall offen, locker und freundlich und bringen dir gern die nötigen Handgriffe bei. Außerdem sind sie häufig auch gut vernetzt. So kann es sein, dass du aus diesem Job nicht nur mit mehr Erfahrung, sondern auch mit einem guten Tipp für eine bezahlte Stelle hervorgehst.

Weitere Tipps und Tricks für Work-and-Travel

In Neuseeland ist es egal, wie lange du für einen Arbeitgeber tätig bist: Du wirst nicht gezwungen, weiterzuziehen, wenn du das nicht möchtest. Oder du kannst später zurückkommen, wenn du ein bisschen unterwegs gewesen bist. Verstehst du dich also mit einem Arbeitgeber richtig gut, kannst du ruhig ein bisschen bleiben. Tausch dich mit den anderen Backpackern aus, die du hier triffst: jeder hat außergewöhnliche und spannende Geschichten zu erzählen, und du bekommst gute Ratschläge und Hinweise auf Jobs oder Festivitäten, die du nicht verpassen darfst. Je mehr du mit anderen sprichst, desto größer ist deine Chance, deinen Aufenthalt bestmöglich zu gestalten.

Neigt sich dein Aufenthalt schließlich dem Ende und du willst auf keinen Fall weg, kannst du unter gewissen Umständen deine Genehmigung verlängern: Hast du mindestens 90 Tage in Neuseeland in der Landwirtschaft gearbeitet und kannst das auch nachweisen (das ist wichtig!), darfst du dein Visum um bis zu drei Monate verlängern. Gesetzt den außergewöhnlichen Fall, dass ein neuseeländischer Arbeitgeber bestätigt, dass er dich auch in Zukunft beschäftigen möchte, kannst du sogar eine „Permanent Residency“ beantragen und auswandern. Für die Meisten aber ist ein Jahr Work-and-Travel in Neuseeland schon ein wundervolles Abenteuer, auf das sie ihr Leben lang gern zurückschauen. Genieß es!

Lebenshaltungskosten und Finanzen


Einreise


Freizeit & Aktivitäten



Ein paar Links für saisonale Jobs in Neuseeland findest du auf der Job-Seite.




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