Work and Travel Australien

Karte Australien



Work-and-Travel in Australien

Australien ist eines der Länder, die für junge Leute am attraktivsten sind, die gern einige Monate bis ein Jahr weit weg von Zuhause verbringen möchten. Und nicht umsonst: Die fantastischen, vielfältigen Landschaften des Kontinents und seine die quirligen, weltoffenen Metropolen stehen bei den wenigsten Leuten auf der Liste für einen normalen Urlaub: Zu weit weg liegt der rote Kontinent, zu sehr hat man das Gefühl, dass drei Wochen sich nicht lohnen. In einem Work-and-Travel-Aufenthalt hingegen hast du viel Zeit, das Land kennenzulernen: von den Küsten über die Regenwälder und das Outback bis hin zu den Großstädten.

Aufenthalt organisieren lassen oder selbst planen?

Wenn du dir Stress ersparen möchtest und gern die Mehrkosten in Kauf nimmst, kannst du dich an eine der zahlreichen Organisationen wenden, die dir anbieten, deinen Work-and-Travel-Aufenthalt in Australien für dich zu organisieren. Die Fachleute hier helfen dir bei der Beantragung des Working-Holiday-Visums für Australien, finden relativ günstige Flüge für dich, haben viele gute Tipps und Ratschläge für deine ersten Schritte im Land und für deine Jobsuche vor Ort. Allerdings gibt es inzwischen so viele junge Leute, die online ihre Erfahrungen und wichtige Informationen teilen, dass du die Organisation deines Trips ebenso gut selbst übernehmen kannst. Das gesparte Geld kannst du in Australien beim Reisen sicher gut anlegen.

Das Working-Holiday-Visum

Wenn du in Australien reisen und arbeiten möchtest, brauchst du ein Working-Holiday-Visum. Das beantragst du ganz einfach auf der Website der Australischen Einwanderungsbehörde. Hier findest du auch jeweils die aktuellen Bedingungen. Manche von ihnen sind seit langer Zeit dieselben:

  • Du musst zwischen 18 und 31 Jahren alt sein
  • Du darfst keine Vorstrafen haben
  • Du darfst keine Kinder mitnehmen
  • Du darfst nicht an Tuberkulose leiden
  • Du benötigst einen Pass, der über den ganzen Zeitraum deines Aufenthalts hinweg gültig ist

Möchtest du in Kindergärten oder Schulen, im Gesundheitswesen oder in der Pflege arbeiten, musst du dich außerdem bestimmten ärtzliche Untersuchungen unterziehen. Und du musst den Visumsantrag direkt per Kreditkarte bezahlen.

Die Höhe dieser Gebühren ist seit Anfang des Jahres 2017 gestiegen: Musstest du im Januar noch 390 Australische Dollar (AUD) bezahlen, sind es inzwischen (Stand: Oktober 2017) 420 AUD. Das entspricht etwa 293 Euro.

Eine nicht so schöne Nachricht gibt es für Interessenten aus Österreich und der Schweiz: Für euch gibt es noch kein Working-Holiday-Visum. Im Gegensatz zu Deutschland haben diese Länder noch kein bilaterales Abkommen mit Australien getroffen. Allerdings sollen sie in Verhandlungen stehen.

Die Möglichkeit, das Working-Holiday-Visum persönlich bei der australischen Botschaft in Berlin zu beantragen, besteht nicht mehr: Der Visumsschalter ist dauerhaft geschlossen. Online geht es aber auch schnell und unkompliziert, und die meisten Anfragenden erhalten Ihre Bestätigung innerhalb von zwei bis vier Wochen. Vorsicht beim Ausfüllen der Online-Formulare: Wenn du einen Fehler machst, kann dein Antrag abgelehnt werden, und dann bekommst du die Gebühr nicht zurück!

Die nächsten Schritte

Hast du deine Zusage bekommen, kannst du einen Flug buchen. Reise innerhalb von zwölf Monaten ein, denn danach verfällt das Visum. Frage deinen Versicherungsberater nach einer guten Auslandsversicherung für Work-and-Travel. Wenn du dir ein bisschen Stress nach der Ankunft ersparen möchtest, kannst du bereits von Deutschland aus online ein Bankkonto in Australien eröffnen. Dafür solltest du wissen, wo du ankommen und deine ersten Tage verbringen wirst. In dieser Stadt suchst du online nach einer Filiale der Westpac Bank und eröffnest bequem dein Konto. Nun musst du nur noch nach deiner Ankunft mit deinem Reisepass dorthin gehen, dich ausweisen und deine Bankkarte abholen.

Konto und Tax File Number

Möchtest du dein Konto lieber vor Ort eröffnen, kannst du dich auch an die NAB oder die Commonwealth Bank wenden. Wie bei der Westpac Bank auch wissen die Mitarbeiter schon, was für ein Konto Work-and-Traveller brauchen. Zur Eröffnung des Kontos bringst du nur deinen Reisepass und die Adresse deines Hostels mit. Man wird dir anbieten, die Bankkarte in dein Hostel zu schicken. Bitte die Mitarbeiter aber lieber darum, dass sie die Bankkarte in die Filiale senden lassen, damit du sie abholen kannst: Zu leicht kann es in Hostels vorkommen, dass die Post abhandenkommt. Und den Stress mit den Banken willst du dir ganz sicher zu Beginn deines Aufenthalts nicht direkt machen!

Hast du dein Konto, brauchst du noch eine Tax File Number. Zwar kannst du auch ohne arbeiten, aber in diesem Fall knöpft dir der Staat ungefähr die Hälfte deines Einkommens an Steuern ab, und das möchtest du nicht. Die Nummer ist auch einfach zu bekommen: Du kannst sie auf der Website des Australien Taxation Office beantragen. Hier gibst du deine australische Adresse und deine australische Telefonnummer an und füllst einen Fragebogen aus. Innerhalb von zwei bis vier Wochen solltest du deine Nummer dann zugeschickt bekommen. Bist du inzwischen weitergezogen, ist das auch kein Problem: Du kannst einfach anrufen und die Nummer erfragen. Das Schreiben des Finanzamts ist nicht wichtig, es geht nur um die Nummer.

Neuerungen bei der Besteuerung

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es eine neue Regelung für die Besteuerung von Work-and-Travel-Touristen: Du zahlst ab jetzt vom ersten verdienten Dollar an 15 Prozent Steuern. Du erhältst auch keine Rückerstattung. Die vielen spannenden Ratgeber darüber, wie du dir später mit einer Steuererklärung beachtliche Geldsummen zurückholst, sind also leider nicht mehr aktuell. Das Positive: Weniger Papierkram für dich.

Der komplizierte Mindestlohn

In Australien gibt es bereits seit 20 Jahren einen Mindestlohn. Er wird stets zum 1. Juli eines Jahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Seit dem 1. Juli 2017 liegt er bei 18,29 AUD pro Stunde (knapp 12,20 Euro) bzw. 694,90 AUD (rund 462,50 Euro) die Woche (bei 38 Stunden Arbeit). Aber das gilt nur – das erscheint uns zunächst verblüffend und etwas unfair –, wenn du mindestens 21 Jahre alt bist. Im Alter von 18 Jahren bekommst du erst einmal nur 70 Prozent des Mindestlohns. Eine Ausnahme macht die Arbeit in der Landwirtschaft; hier bekommst du auch mit 18 Jahren schon 80 Prozent des Mindestlohns.

Arbeitest du zum Beispiel auf einer Farm und bekommst Kost und Logis gestellt, darf der Arbeitgeber 125 AUD pro Woche von deinem Mindestlohn einbehalten. Dafür gibt es bei Überstunden und bei Wochenendarbeit meist ordentliche Zuschläge. Überhaupt kannst du auch verschiedene Jobs finden, in denen du einen höheren Lohn erhältst.

Welche Jobs eignen sich für den Work-and-Travel-Aufenthalt?

In Australien begegnet man vielen jungen Leuten, die das Work-and-Travel-Angebot nutzen. Vor allem Farmer rechnen zu Erntezeiten, aber auch sonst mit den helfenden Händen der jungen Ausländer. Außerdem wirst du leicht auch in der Gastronomie und im Tourismusgewerbe fündig, kannst als Kellner, Küchenhilfe oder als Rezeptionist/in arbeiten. Promotion-Jobs findest du vor allem in den Städten besonders viel.

Steht dir der Sinn nach körperlicher Arbeit, kannst du zum Beispiel im Baugewerbe fündig werden und ordentlich mit anpacken. Ein wahres australisches Abenteuer ist auch die Minenarbeit im Outback. Dafür musst du dich allerdings Gesundheits- und Fitnesschecks unterziehen, denn die Arbeit ist wirklich hart. Mit exzellenten Englischkenntnissen kannst du auch einen Bürojob ergattern. Die sogenannten temporary jobs, die du hier finden kannst, eignen sich gut fürs Work-and-Travel: Sie sind begrenzt auf ein halbes Jahr, und spätestens dann musst du sowieso den Arbeitsort wechseln. Lange war es die Regel, dass du auch den Arbeitgeber wechseln musst. Hast du aber zum Beispiel deine Erfüllung in einem Unternehmen gefunden, könntest du nach sechs Monaten in eine andere Zweigstelle wechseln, wenn du die Arbeit nicht mehr missen magst.

Reisen nicht vergessen

Aber wer will schon an einer Arbeitsstelle festhängen, wenn es so viel zu erkunden gibt? Geh tauchen oder schnorcheln im Great Barrier Reef (siehe auch den Erfahrungsbericht von Tobias zum Tauchen am Great Barriere Riff), genieße die Surferkultur, wandere durch den Regenwald oder versuche dich hier am Rafting, erkunde die Flüsse mit dem Kanu, sauge die vielfältigen kulturellen und kommerziellen Angebote der Städte auf, feiere auf den legendären Festivals des Landes und tausch dich mit anderen Backpackern aus. Du wirst unbezahlbare Erinnerungen sammeln, die du nie wieder vergisst.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Eigentlich bekommst du das Working-Holiday-Visum für Australien nur einmal im Leben. Wenn du aber in deinem ersten Jahr hier mindestens drei Monate lang einer anerkannten und vergüteten Tätigkeit nachgegangen bist und das auch noch mit offiziellen Gehaltsabrechnungen beweisen kannst, darfst du das Visum um ein weiteres Jahr verlängern.

Aber Achtung: Solltest du dich für den Anfang auf Wwoofing verlegen, also unentgeltlich gegen Kost und Logis bei Biobauern arbeiten, kannst du das nicht anrechnen lassen. Zuerst gehörte nur Farmarbeit zu den anerkannten Tätigkeiten, doch inzwischen ist die Liste verlängert worden. Sie umfasst nun auch Arbeit im Bergbau und im Baugewerbe, in Baumschulen, in der Perlenzucht und der Fischerei sowie in der Kultivierung von Tieren und Pflanzen. Also, bleibst du noch ein bisschen?




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